VFC schießt sich warm für den Sachsenpokal

Fußball Plauener feiern gegen Hohenstein-Ernstthal 6:1-Schützenfest

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Jeder hat zwei Tore gemacht (im Bild von links): Dimitrios Komnos, Lucas Albert und Stefan Fritzlar freuten sich gegen Hohenstein-Ernstthal jeweils über einen Doppelpack. Foto: Karsten Repert

Plauen. Drei Siege in sechs Tagen: Das macht neun Punkte! Beim 6:1-Flutlichtsieg gegen den VfL Hohenstein-Ernstthal hat sich der Fußball-Oberligist VFC Plauen warm geschossen für das nun anstehende Sachsenpokal-Duell gegen den Regionalligisten FSV Budissa Bautzen. Diese Partie steigt am kommenden Freitag im Vogtlandstadion und sie findet ebenso unter Flutlicht statt. Der Anpfiff ertönt 18.30 Uhr.

Zunächst wurden Erinnerungen wach

Sechseinhalb Jahre sind vergangen. So lange gab es kein Pflichtspiel mehr zwischen dem VFC Plauen und dem VfL Hohenstein-Ernstthal. Und wie schon beim damaligen Sachsenpokal-Knockout - der VFC verlor am 8. April 2012 mit 1:2 in Hohenstein und verschenkte so den Einzug ins Finale - starteten die Plauener abermals mit Schockerlebnissen. Denn zuerst umspielte Dimitrios Komnos (5.) die gesamte VfL-Abwehr inklusive Torwart Andre Bernardini. Das leere Tor traf der Grieche aber nicht. Es zappelte nur das Außennetz. Eine noch größere Torchance verballerte zwei Minuten später Kapitän Stefan Schumann (7.). Die Plauener durften sich nach einem Foul an Lucas Albert im Strafraum über einen Elfmeterpfiff freuen. Schumann krachte das Leder jedoch an die Querlatte "und ich dachte nur: Oh Gott. Hoffentlich ist das heute nicht so ein Tag, wo einfach nichts reingeht", verriet der VFC-Leitwolf seine Gedanken. Dann aber platzte der Knoten.

Es folgte ein Schützenfest

Flutlichtspiele, das waren auch Plauener Sicht ganz häufig Höhepunkte. Und so kam es auch diesmal. Denn der VFC-Sturmlauf endete nicht nach den zwei Misserfolgen. Im Gegenteil. "Wir haben das Ding durchgezogen. Ich bin stolz auf euch", rief VFC-Trainer Daniel Rupf nach dem Abpfiff in den Spielerkreis. In dem durften Lucas Albert (17./52.), Stefan Fritzlar (19./82.) und Dimitrios Komnos (66./71.) den üblichen Freudentanz aufführen. Denn das Trio hatte jeweils per Doppelpack das überlegene Plauener Spiel in Toren zum Ausdruck gebracht. Nicht verschwiegen werden darf das Traumtor von VfL-Kicker Michael Neubert (27.), der das Leder herrlich in den Winkel schlenzte und so mit dem 2:1-Anschlusstreffer zumindest für eine Weile für Spannung sorgte.

Drei VFC-Siege in Folge

Der VFC Plauen kletterte durch die Siege gegen Sandersdorf (1:0), Krieschow (3:2) und Hohenstein-Ernstthal (6:1) binnen sechs Tagen ins obere Tabellendrittel der Fußball-Oberliga. Besonders viel Lob gibt es derzeit für den 31-jährigen Stefan Fritzlar, der aktuell mit vier Treffern bester Plauener Angreifer ist. "Fritz ist wie ein guter Wein, der zum Ende hin immer besser wird", findet VFC-Trainer Daniel Rupf. "Der alte Fritz" wird so nach und nach zum Klassiker.