VFC: Spitzenreiter trotz Vereinskrise!

Fußball Plauener feiern 1:0-Sieg gegen Krieschow

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Der VFC Plauen befindet sich in einer schlimmen Vereinskrise. Das Oberliga-Team hält aber zusammen und ist jetzt sogar Tabellenführer. Foto: Karsten Repert

Plauen. Der VFC Plauen ist an die Spitze der Fußball-Oberliga gestürmt, hat aber keinen Trainer mehr. Nach dem 1:0-Heimsieg (1:0) gegen den VfB Krieschow wusste der eigentliche Assistenz-Trainer Sven Römhild nicht, wie er sich fühlen sollte:

"Wir haben uns zu diesem Erfolg gequält. Aber unter den aktuellen Umständen bin ich unglaublich stolz auf das Team." Chef-Trainer Nico Quade meldete sich nach Streitigkeiten mit dem Aufsichtsrat krank. Der Coach wird nicht mehr gewollt. Das von ihm zusammengestellte Team hält dennoch zusammen.

Die Gäste waren dem Ausgleich nah

Wieder einmal war es Daniel Rupf (18.), der nach einer Traumkombination zum 1:0 traf und so vorne weg marschierte. Die Plauener begannen wie die Feuerwehr und ließen die Gäste aus dem Großraum Cottbus nicht zur Entfaltung kommen. Allerdings verpassten es die Vogtländer, nachzulegen.

VfB-Trainer Toni Lempke ärgerte sich am Ende: "Plauen hat uns am Leben gelassen und wir haben diese Vorlage nicht genutzt", stellte der Krieschower Coach fest. So erlebten die 399 Zuschauer eine packende Schlussphase, in der viermal der 1:1-Ausgleich in der Luft lag. Die Plauener spielten nicht gut nach dem Seitenwechsel. "Aber wir müssen uns ganz bestimmt nicht entschuldigen für unseren Sieg", betonte Torschütze Daniel Rupf.

Trotz Tabellenführung spitzt sich die Vereinskrise zu

Während vereinzelte Zuschauer aufgrund der schwachen zweiten Halbzeit schimpften, klopften viele VFC-Fans den Spielern auf die Schultern. "Wo man hinhört: Überall geht es nur um die finanziellen Probleme im Verein und um Streitigkeiten.

Auf Fußball kann sich hier keiner konzentrieren", berichtet Interims-Trainer Sven Römhild. Weil Tabellenführer Bischofswerda beim FC Carl Zeiss Jena II 0:0-Unentschieden spielte, ist der VFC Plauen jetzt erstmals Tabellenführer der Fußball-Oberliga. Gleichzeitig konnte jedoch die zweite Mannschaft in der Sachsenliga am Samstag nicht mehr antreten. Das Team musste wegen Spielermangel absagen. Trainer Roger Fritzsch ist bis 17. November krank geschrieben.