VFC-Trainer Schindler ist der Kragen geplatzt

Fussball Plauener müssen sich am Sonntag gegen Neugersdorf steigern

Plauen. 

Plauen. Friede, Freude, Eierkuchen? Von diesem Zustand war, ist und bleibt der VFC Plauen weit entfernt. Viel Gesprächsstoff gibt es bereits vor dem ersten Punktspiel des Jahres. Am Sonntag um 13.30 Uhr empfangen die Spitzenstädter den FC Oberlausitz Neugersdorf. Vor diesem Eröffnungsspiel gibt es beim Fußball-Oberligisten intern ganz schön Zoff. Cheftrainer Falk Schindler hatte sich beschwert über die fehlende Laufbereitschaft einzelner Spieler.

Ehrgeiz, Wille und Einsatzbereitschaft?

Nach den Testspiel-Niederlagen bei den Regionalliga-Klubs in Auerbach (2:6) und Bayreuth (0:5) machte der Coach eine klare Ansage: "Wenn wir so in die Punktspiele gehen, werden wir unser blaues Wunder erleben. Die Tugenden Ehrgeiz, Wille, Einsatzbereitschaft und taktische Disziplin ließen wir teilweise vermissen. 70 Prozent Leistung waren für mich und die mitgereisten Fans enttäuschend." Falk Schindler polterte weiter: "Letztendlich bin ich mit der Trainingsleistung der Spieler, die da immer Gas geben, zufrieden. Mit den Spielern mit Fehlzeiten nicht. Jeder einzelne Spieler muss sich in die bestmögliche Verfassung bringen. Er muss nutzen, was im Training angeboten wird und bei Bedarf darüber hinaus etwas tun, dass er die Punktspiele bestreiten kann."

Absteiger kommt nach Plauen

Dem Trainer platzte quasi der Kragen, obwohl es auch noch vier Testspielsiege zu vermelden gab. Gewonnen wurde gegen Dynamo Dresden U19 (4:1), Erzgebirge Aue U19 (6:1), Röslau (9:0) und Bad Lobenstein (6:0). Blenden ließ sich Falk Schindler davon nicht: "Eins ist Fakt, wenn wir so unkonzentriert weiter spielen, wird das nichts." Die Sorge des Plauener Übungsleiters ist verständlich. Mit Absteiger Neugersdorf kommt ein Team nach Plauen, welches fast lückenlos Regionalliga-Erfahrung mitbringt. "Wir hatten mit Gegnern dieser Qualität in den Testspielen enorme Schwierigkeiten. Mich überrascht es sehr, dass Neugersdorf in der Tabelle hinter uns rangiert."

Bereits jetzt fünf Ausfälle bekannt

Die Oberlausitzer wollen natürlich mit einem Auswärtssieg in diesem Nachholespiel von Platz zwölf auf Rang sechs nach vorne stoßen. Weil der VFC zwei Zähler mehr auf dem Konto hat, würden die Spitzenstädter bereits mit einem Remis auf den sechsten Platz marschieren. "Das ist das erklärte Minimalziel. Aber dazu müssen wir uns steigern", fordert Falk Schindler. VFC-Torhüter Ondrej Cap, der zuletzt wegen eines grippalen Infekts fehlte, steht aller Voraussicht nach am Sonntag im Tor. Schlussmann Leon Seefeld würde ihn möglicherweise ersetzen. Ausfallen werden am Sonntag Kapitän Stefan Schumann, James-Kevin Nahr, Ondrej Nyber, Philipp Katzenberger und Marc Schröder.