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Vietnamesen starten ins Jahr des Pferdes

Integration Im Vogtland leben rund 3.500 Ausländer - die Sprachbarriere ist nach wie vor hoch

D ie Vietnamesen der Region starteten am Wochenende ins "Jahr des Pferdes". Am Samstag trafen sie sich im Veranstaltungshaus "Treffer" zu einer bunten Familien-Party. Die Gäste reisten aus dem gesamten westsächsischen Raum und Thüringen an. Laut Veronika Glitzner sind die Vietnamesen die stärkste ausländische Nationalität im Vogtland. Aktuell leben etwa 270 von ihnen in der Region. Manche schon seit den achtziger Jahren, weiß die Integrations-Beauftragte des Vogtlandkreises: "Die Vietnamesen sind gut integriert und tun alles für ihre Kinder." Gut funktionierende familiäre Netzwerke helfen ihnen dabei.

Multikulti ist im Vogtland längst angekommen. Die Mitarbeiterin des Landratsamtes verfolgt seit 2007 die Entwicklungen. "Im gesamten Vogtlandkreis leben rund 3.500 Ausländer." In diese Statistik fallen auch 500 Asylbewerber. Nach den Vietnamesen stellen Russen, Rumänen, Tschechen und Türken die größten Einwander-Gruppen der im Vogtland lebenden Ausländer. Von bis zu 60 Nationalitäten ist die Rede. Nicht alle von ihnen haben sich bisher wie gewünscht integrieren können. Vor allem die Sprachbarriere ist mitunter noch sehr groß. Veronika Glitzner kennt die Probleme. "Die Sprache ist das A und O. Da gibt es noch viel zu tun." Kurse allein reichen in der Regel nicht aus. "Die Sprache in dem Land, wo ich lebe, muss täglich angewendet werden." Probleme gibt es auch in Sachen Berufsanerkennung. "Da müssen wir oft noch nachqualifizieren."