Virtuelle Berufsagentur soll Jugendliche besser erreichen

Bildung Internetplattform gibt Antworten auf Fragen rund um das Thema Berufsorientierung

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Plauen. Jugendliche zu erreichen ist schwierig geworden. Denn gerade Teenager landen im Zwiespalt zwischen Leistungsdruck und Überflussgesellschaft schnell erst einmal auf der "Ist-mir-egal-Schiene".

Institutionen versuchen das Problem zu lösen

Irgendwas geht schließlich immer. Kreuzen sich dann diese Lebensphase und der Start ins Berufsleben, wird es richtig kompliziert. Immer mehr Lehrausbilder im Vogtland klagen: "Nicht nur die Anzahl, auch die Qualität der Auszubildenden lässt nach." Das hört auch der BLICK-Reporter immer wieder in den Firmen.

Im Landratsamt, im Jobcenter und in der Arbeitsagentur des Vogtlandkreises gab es in den vergangenen Jahren viele Ansätze, um dieses Phänomen wieder in den Griff zu bekommen. "Die Zahl der Abbrecher darf nicht weiter steigen", gab Arbeitsagentur-Chefin Helga Lutz vor einem Jahr die Richtung vor.

Virtuelle Agentur soll die Lösung sein

Jetzt haben die drei Institutionen eine virtuelle Jugendberufsagentur gegründet. Diese Internetplattform ist gewissermaßen die Antwort auf alle Fragen, die ein Jugendlicher hat. "Der Onlineauftritt soll die Jugendlichen animieren, sich mit den Themen Berufsorientierung und Einstieg ins Berufsleben auseinander zu setzen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Vize-Landrat Dr. Uwe Drechsel erläutert: "Der Internetauftritt soll bei den Jugendlichen Interesse wecken und einen unkomplizierten Zugang zu den Leistungsträgern sicherstellen. Die Jugendlichen erhalten einen Überblick über das komplette Dienstleistungsspektrum der Kooperationspartner. Wir setzen damit die bewährte Zusammenarbeit fort, um das Vogtland mit jungen Fachkräften zu versorgen und gleichzeitig die Jugendarbeitslosigkeit zu senken", so der Beigeordnete des Landrates.

Internetadresse: www.jugendberufsagentur-vogtland.de