Vogtländer kämpfen für ein besseres Leben von Prostituierten

Hilfe Corona-Regelungen verschärfen prekäre Situation

Plauen. 

Plauen. Das ist ein Paukenschlag: Der KARO e.V. aus Plauen präsentiert seine Hilfe am Sonntag in der ARD. Der von der Deutschen Fernsehlotterie geförderte Verein stellt die Herausforderungen seiner Arbeit unter den neuen Corona-Bedingungen vor. Hintergrund: Durch die Pandemie ist die Prostitution in Deutschland derzeit verboten.

Eine Gruppe von 16 Bundestagsabgeordneten forderte in einem Schreiben an die Regierungschefs der Bundesländer jüngst ein Sexkaufverbot und Ausstiegsprogramme für Prostituierte. Die Parlamentarier kritisierten menschenunwürdige Bedingungen im Bereich der Prostitution.

Was ist der KARO e.V.?

In Plauen arbeitet der von der Deutschen Fernsehlotterie geförderte KARO e.V. seit 1994 daran, Menschen aus der Prostitution zu holen und ihnen Zukunftsperspektiven zu bieten. Dem BLICK schreibt Pressesprecherin Eileen Schönheit: "Die Corona-Krise erschwert die Situation der Betroffenen. KARO e.V. hat daher die Hilfe für diese Menschen erweitert und versucht, die Situation vor Ort zu verbessern."

Die Deutsche Fernsehlotterie präsentiert derzeit in ihrer Gewinnzahlenbekanntgabe im Ersten jede Woche die Herausforderungen und Lösungen der von ihr geförderten sozialen Projekte in der Krise. "Diesen Sonntag um 17.59 Uhr und 19.59 Uhr wird der KARO e.V. aus Plauen vorgestellt", informiert Eileen Schönheit.

Das Projekt "Streetwork und Gesundheitsfürsorge" des Vereins wurde durch den Losverkauf der Soziallotterie mit 120.000 Euro gefördert. Allein im vergangenen Jahr unterstützte die Fernsehlotterie in Sachsen 14 soziale Projekte gemeinnütziger Organisationen mit über 1,57 Millionen Euro.

Wie gestalten sich die Hilfsangebote?

Dazu muss man noch wissen: Der Plauener KARO e.V. bietet seit 1994 Hilfsangebote für Menschen, die in der Prostitution tätig sind. Streetwork und Gesundheitsfürsorge sowie niederschwellige Hilfe und Beratung, Unterstützung bei Ausstieg aus der Prostitution sowie ein Schutzhaus und weitere separate Schutzunterkünfte sollen den Betroffenen, die laut Angaben des Vereins oft psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt sind, helfen.

"In der Corona-Zeit bieten wir den Frauen und Transsexuellen nach wie vor Unterstützung, indem wir sie telefonisch beraten, ihnen Lebensmittel bringen, im Schutzhaus Unterkunft anbieten und sie begleiten, ein selbstbestimmtes Leben zu leben", so Hannah Drechsel, Sozialarbeiterin im Verein.

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