Vogtländerin räumt Handwerkspreis ab

Wettbewerb In der Koje passte alles zusammen - Jetzt besucht Julia Rammler die Meisterschule

Grünbach. 

Grünbach. Wenn man zur besten Auszubildenden Sachsens avanciert, ist das schon ein großes Ding. Kommt dann noch der Sieg beim Bundeswettbewerb dazu, ist alles perfekt. Geschafft hat das Julia Rammler. Die 24-jährige Grünbacherin absolvierte ihre Ausbildung zur Raumausstatterin mit Bravour. An den Wettbewerb, der Ende vorigen Jahres in Bremen über die Bühne ging, erinnert sie sich gern. "Wir mussten in elf Stunden eine Koje vom Fußboden bis zur Decke gestalten." Alles sollte ineinandergreifen und stimmig wirken. Für ihre Kreativität erhielt sie sogar noch einen weiteren Preis. Später folgte noch ein Empfang in Berlin. Den Händedruck von Elke Büdenbender, der Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, wird die engagierte Vogtländerin auch nicht so schnell vergessen.

Neben der Meisterschule arbeitet sie im Betrieb ihrer Mutter und singt

Eigentlich hatte die junge Frau ein Studium begonnen, merkte aber schnell, dass es nicht ihr Ding war. "Ich wollte etwas Kreatives mit meinen Händen machen." Ihr Plan scheint nun aufzugehen. Sie hat ein klares Ziel vor Augen. Anfang Januar begann die Grünbacherin mit der Meisterschule. In einem Jahr will sie das Ganze erfolgreich zum Abschluss bringen. Schon jetzt arbeitet die angehende Handwerksmeisterin im Betrieb ihrer Mutter, der Grünbacher Gardinenkonfektion Emil M. Jacob. "Mit dem Meisterbrief kann ich dann auch ausbilden." Polstern macht ihr besonders viel Spaß. "Vielleicht kann ich da später was aufbauen in der Firma." In ihrer Freizeit singt sie bei den Grünbacher Folkloristen. "Da bin ich schon seit 20 Jahren dabei."