Vogtländer protestieren gegen Schul-Schließung

Teilerfolg Dittes- und Rückert-Oberschule bleiben vorerst erhalten

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Auch Plauens Bürgermeister Steffen Zenner hat protestiert. Foto: Karsten Repert

Plauen. Rolle rückwärts. Die Dittes-Oberschule und natürlich auch die Rückert-Oberschule bleiben erhalten. Das erfuhren die ersten Plauener am Freitagmorgen. Die ganze Stadt war parteiübergreifend empört über das Vorgehen des Kultusministeriums. Das hatte ein bisher noch unveröffentlichtes, neues Schulgesetz angewandt, obwohl es die Betroffenen noch gar nicht kannten. Das Gesetz tritt teilweise sogar erst am 1. August 2018 in Kraft. Jetzt gibt es ein Jahr Aufschub.

Plauen ist generell gegen die Schließung

Das bedeutet: Plauen wird weiter um seine Schulen kämpfen. Was man in Dresden ziemlich unterschätzt hat: In Plauen platzte mit dieser Entscheidung, eine von fünf Oberschulen (empfohlen wurde die Dittes- oder die Rückert-Oberschule) zu schließen, ein Pulverfass. Die Verantwortungsträger der Stadt schossen diesmal scharf zurück.

Der Tenor in Plauen: Nach wie vor macht der Freistaat Sachsen Leuchtturmpolitik. Das Oberzentrum Plauen wird Stück für Stück geschwächt. Das schwächt vor allem auch die Wirtschaft. Und wer das laut sagt, bekommt Ärger. Der scheidende IHK-Geschäftsführer Michael Barth berichtete am Donnerstagabend: "Es scheint jetzt der Zeitpunkt gekommen zu sein, wo es den Vogtländern reicht. Das jedenfalls habe ich seit zwei Tagen pausenlos gehört."

Bemerkenswert: Landrat Rolf Keil teilte am Mittwoch dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag, Frank Kupfer, vor hochrangigen Vertretern der Bildung und Wirtschaft ganz offen mit: "Die angedachte Schließung des Berufschulstandortes Falkenstein gehe ich so, wie das gehandhabt werden soll, nicht mit."

Genaueres zur geplanten Schließung gibt es hier.