Vogtländer wirtschaften mehr

Ausblick Mit ihrem Fleiß sorgen die Menschen für gute Aussichten in 2017

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Landrat Rolf Keil ist stolz auf die Vogtländer. Foto: Karsten Repert

Plauen. Weihnachten! Das heißt durchatmen. Sich besinnen. Freude schenken. Die Vogtländer haben im zurückliegenden Jahr etwas Großes geschafft. Es war - das ist ziemlich sicher - aus kaufmännischer Sicht das beste Jahr aller Zeiten. Aus Landrat Rolf Keil klang im BLICK-Interview pure Zuversicht: "Ich bin stolz auf diese fleißigen Menschen!" Mit stoischer Ruhe beackert der oberste Dienstherr der Vogtländer weiter die Problemfelder. Klar ist: Das Vogtland hat als Region im ländlichen Raum Probleme damit, gegen den Magnetismus der Ballungszentren erfolgreich zu bestehen. Doch die Überraschung des Jahres 2016 ist die, dass die Mehrheit der jungen Menschen lieber im Vogtland bleibt, als es zu verlassen. Trotz Ladensterben in den 16 Vogtlandstädten sind Infrastruktur, Kulturangebote und Vereinsleben scheinbar attraktiv genug, um als Region nicht weiter auszubluten. Selbst die Auswirkungen der radikalen Sparmaßnahmen - der Vogtlandkreis hat Jahre lang über seine Verhältnisse gelebt - verkraftet der Vogtländer mit erhobenem Haupt. Spürbar ist, dass sich die Vogtländer selbst helfen wollen und das auch können. IHK-Geschäftsführer Michael Barth stellt fest: "Die unpopuläre Entscheidung zu sparen, sie wird von der Wirtschaft begrüßt. Dieser Einschnitt tut weh. Aber er wird uns in den kommenden Jahren helfen, Rückstände weiter aufzuholen." Die Worte bekommen Sinn, wenn man weiß, dass die vogtländische Wirtschaft inzwischen fast ein Drittel aller Umsätze im Ausland erzielt. Die Wirtschafts-Wissenschaftler erwarten für 2017 erneut einen Anstieg der Kaufkraft im Vogtland. Der Fleiß der Menschen macht das möglich.