Vogtländische Bäcker ohne Prüfungsangst

Brot Innungsbetriebe der Region setzen auf Transparenz und Vertrauen

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Bäckermeister Hardy Baumann aus Reuth erklärt dem Sohnemann, was alles im Brot steckt. Foto: Thomas Voigt

Plauen. Ein guter Laib Brot aus Betrieben des vogtländischen Bäckerhandwerks hat bei den Verbrauchern immer noch einen hohen Stellenwert, weiß Jörg Schürer. Der Obermeister der Bäckerinnung Vogtland war am Donnerstag in der Plauener Friedensschule einer von insgesamt 18 Teilnehmern, die sich mit ihren Produkten einer Qualitätsprüfung stellten. Unter dem Motto "Brot gehört zu einem gesunden Frühstück" konnten die Schüler in den Pausen das Geschehen in der Aula verfolgen.

27 Mal "sehr gut" bei der Qualitätsprüfung

Zudem waren für die jungen Leute Kostproben mit gesunden Aufstrichen und Belägen vorbereitet. Die Idee dazu hatte der Plauener Bäckermeister Torsten Aust. Ordentlich zu tun hatte vor allem Brotprüfer Michael Isensee. Der Profi vom Institut für die Qualitätssicherung von Backwaren (IQ-Back) prüfte 42 Brote. Am Ende einer mehrstündigen Prozedur verteilte er 27 Mal das Prädikat "sehr gut".

Vertrauen bei der Kundschaft

Der Rest wurde mit "gut" eingestuft. Kriterien waren neben Geschmack und Geruch unter anderem Aussehen, Krusteneigenschaften, Krumenbild sowie Elastizität. In der Wertung Brötchen freuten sich die Bäckermeister über ähnlich gute Ergebnisse. Von 23 begutachteten Proben schnitten 18 mit dem Bestwert ab. Mit den Ergebnissen war der Innungs-Chef sehr zufrieden. Es gehe um Transparenz und Vertrauen bei der Kundschaft. "Das Thema bewusste Ernährung wird immer interessanter." Aktuell gehören 37 Betriebe der Innung an. Trotz der Vielfalt in den Regalen sei das klassische Roggenmischbrot immer noch am beliebtesten bei den Vogtländern. Seit Anfang der 1990-er Jahre sei der Brotkonsum zurückgegangen.