Vogtländische CDU-Politikerin stimmte gegen Ehe für alle

Politik Yvonne Magwas (CDU) sagt Nein und spricht von "populistischer Hauruck-Aktion"

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Yvonne Magwas (CDU) stimmt gegen die Homo-Ehe. Foto: Th. Voigt

Auerbach.In einer historischen Entscheidung hat der Bundestag am Freitag Ja zur Ehe für alle gesagt. SPD, Grüne und die Linke hatten den Gesetzentwurf eingebracht. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte für eine rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare ab.

Zu den Parlamentariern, die gegen die Öffnung der Ehe stimmten, gehört die vogtländische Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas (CDU). In einer Stellungnahme betonte sie, dass ihre Entscheidung kein Votum gegen homosexuelle Frauen und Männer ist. Vielmehr bedeute ihr Nein ein Votum für die Ehe. In beiden Lebensformen würden oft die gleichen Werte vermittelt. Für viele Menschen seien gleichgeschlechtliche Partnerschaften weder besser noch schlechter, nur anders. Nach ihrem Verständnis sei Gleiches nach dem allgemeinen Gleichheitssatz des Grundgesetzes gleich zu behandeln. Ungleiches aber eben nicht.

Verbindung von Mann und Frau?

Viele Bürger verstünden die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau, weil daraus neues Leben entstehen kann. Was das Adoptionsrecht betrifft, gehe es vordergründig um die Rechte der Kinder. Seit längerem setzte sie sich in Gesprächen damit auseinander, ob dem in Homo-Partnerschaften gleichermaßen Rechnung getragen wird.

Aus ihrem Verständnis heraus seien viele Fragen noch nicht ausreichend beantwortet. Diskussionsbedarf bestehe beispielsweise in Sachen Änderung des Grundgesetzes. Ihrer Meinung nach hätte ein intensiver Dialog ohne Hatz mehr Klarheit in der Debatte gebracht.

In ihren Augen war die aktuelle Abstimmung eine "populistische Hauruck-Aktion" mitten im Wahlkampfgetöse. Gegen solche Bestrebungen sei sie im Vorfeld der Abstimmung angegangen.