Vogtländische Kreisstraßen werden saniert

Verkehr Region will in diesem Jahr 14,1 Millionen an Eigenmitteln investieren

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Plauen. Obwohl in Deutschland allgemein gesehen die Straßen immer schlechter werden, passiert im Vogtland Gegenteiliges. Die Zustandsnoten für die 1.125 Kilometer Kreisstraßen werden besser. Amtsleiter Dietmar Rentzsch bestätigte die für den Bürger sicherlich überraschenden Zahlen aus den vier Straßenmeistereien.

Plauen, Falkenstein, Reichenbach und Adorf melden demnach, dass die Kreisstraßen mit den Zustandsnoten 1 (36,44 Kilometer), 2 (78,43 km) und 3 (174,40 km) zugelegt haben. Landrat Rolf Keil sieht sich bestätigt: Das sogenannte Kernnetz hat statistisch gesehen spürbare Verbesserungen erfahren. "Wir würden gerne 2018 insgesamt 14,1 Millionen Euro Eigenmittel in die Straßen investieren", kündigt der Landrat an.

Wo bleiben die Förderbescheide?

Das kleinteilige Straßennetz im Vogtland soll demnach weiter auf Vordermann gebracht werden. Da sich jedoch an den Ablaufmechanismen in der Landespolitik trotz enormer Beschwerden von der Basis nichts geändert hat, zucken die Verantwortlichen im Vogtland mit den Schultern. Amtsleiter Dietmar Rentzsch und Dezernent Helmut Meißner üben vorsichtig Kritik: "Die Förderbescheide aus den Ministerien müssten früher kommen."

Weil der Freistaat Sachsen aber nach wie vor keine auf die Jahreszeiten abgestimmten Fördermittelperioden entwickelt hat, müssen sich die Verkehrsplaner im Vogtland damit abfinden, dass im Frühjahr wenig oder gar nichts passiert. In vielen Fällen erfolgen die Ausschreibungen sehr spät. Sodass mancherorts erst im Spätsommer oder sogar im Herbst Baubeginn ist. Dass sich Baufirmen und Bevölkerung seit Jahren darüber ärgern, sollte ernster genommen werden.