Vogtland: Injecta steht für stabile Arbeitsplätze in Klingenthal

Wirtschaftsminister Dirk Panter war auch bei GK Software in Schöneck

Klingenthal

Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) hat zwei innovative Unternehmen im Vogtlandkreis besucht. Zunächst gratulierte der Minister in Schöneck der GK Software SE als 100. Mitglied des Netzwerkes Südwestsachsen Digital. Schwerpunkt seiner Stippvisite in Klingenthal waren dann die Themen Ausbildung, Fachkräftesicherung und Investitionen am Industriestandort Klingenthal. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Auszubildenden, ein Werksrundgang sowie die Vorstellung aktueller Projekte.

Die Zukunft der Medizintechnik

Die Injecta GmbH Klingenthal gehört mit ihrem Standort zur Sarstedt-Gruppe. Das Unternehmen ist tief verwurzelt im Vogtland und auch vernetzt mit der Welt. Geschäftsführer Frank Riemer-Keller begrüßte die Delegation, zu der auch die vogtländischen Landtagsabgeordneten Juliane Pfeil (SPD) und Sören Voigt (CDU) gehörten: „Als Teil eines familiengeführten, aber global agierenden Unternehmens, gestalten wir die Zukunft der Medizintechnik aus Verantwortung heraus mit Präzision. Uns gibt es seit mehr als 80 Jahren am Standort Klingenthal“, so der Injecta-Geschäftsführer Frank Riemer-Keller. Als Hersteller von Injektions- und Spezialkanülen entwickelt und fertigt Injecta Produkte für medizinische und technische Anwendungen.

Made im Vogtland

Als global aufgestelltes Familienunternehmen ist Sarstedt seit über sechs Jahrzehnten ein verlässlicher Partner für Medizin und Wissenschaft. „Mit mehr als 3.000 Mitarbeitenden weltweit entstehen unsere Produkte mit höchster Präzision an über 30 Standorten, nah am Kunden. Sarstedt denkt nicht in Quartalen, sondern in Generationen. Diese Haltung prägt auch die Arbeit bei Injecta“, betont Geschäftsführer Frank Riemer-Keller. Die Zukunftsperspektive ist „Medizintechnik Made im Vogtland“.

Injecta produziert Injektions- und Spezialkanülen sowie Präzisionsfeinrohre

Geschäftsführer Frank Riemer-Keller: „Wir investieren gezielt in modernste Technik, neue Verfahren und digitale Infrastruktur. Der Ausbau eines zweiten, automatisierten Schleifzentrums sowie die Installation hochkomplexer Laserbearbeitungstechnik stärkt unsere Fertigungstiefe im Klingenthaler Fertigungswerk.“ Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erneuerung der Abwasseraufbereitung. Die neue Anlage arbeitet dann vollautomatisch und sichert die Einhaltung höchster Umweltstandards. „So stellen wir sicher, dass wir nachhaltig produzieren und gleichzeitig auf zukünftiges Wachstum vorbereitet sind“, stellt Geschäftsführer Frank Riemer-Keller klar.

Injecta sieht sich regional in der Verantwortung

Injecta steht für stabile Arbeitsplätze in Klingenthal. „Unsere Belegschaft ist fest mit der Region verwurzelt: Rund 85 Prozent unserer Mitarbeitenden kommen aus dem Vogtland. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit liegt bei rund 14 Jahren. Viele Kolleginnen und Kollegen sind seit über 20 Jahren im Unternehmen beschäftigt. Diese Verbundenheit schafft Vertrauen und Kontinuität“, weiß Frank Riemer-Keller. Als aktives Mitglied im regionalen Ausbildungsverbund engagiert man sich zudem in enger Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung, Berufsschulen und der IHK Chemnitz. Injecta bietet mit der Medizintechnik eine stabile und zukunftsfähige Perspektive für die Region, gerade auch im Strukturwandel. „Wir setzen auf Kontinuität - und Qualifizierung statt auf kurzfristige Trends“, betont der Geschäftsführer.

Ausbildung mit Perspektive

Dem Fachkräftemangel begegnet Injecta mit einer klaren Strategie: Man bildet seit Jahren Industriemechaniker und Maschinen- und Anlagenführer aus. Gemeinsam mit Schulen in Klingenthal, Auerbach, Plauen und Markneukirchen schafft das Unternehmen frühzeitig Zugänge zu den technischen Berufen mit Zukunft. „Wir investieren bewusst in junge Menschen aus der Region. Wer hier Iebt und arbeiten will, findet bei uns eine echte Perspektive“, sagt Personalleiter Jörg Lazarus. Unser starkes Netzwerk mit der Dualen Hochschule Plauen sowie den Hochschulen in Chemnitz und Mittweida ermöglicht eine fundierte akademische Weiterbildung.

Über 90 Prozent der Injecta-Auszubildenden bleiben dem Unternehmen erhalten

Die Zahlen sprechen für sich: Über 90 Prozent der Injecta-Auszubildenden bleiben dem Unternehmen erhalten. „So gelingt es uns, Wissen gezielt weiterzugeben, neue Kompetenzen aufzubauen und altersbedingte Abgänge rechtzeitig mit eigenem Nachwuchs abzusichern“, verdeutlicht Personalleiter Jörg Lazarus. In Klingenthal entstehen Lösungen, die weltweit für Qualität und Sicherheit stehen. Injecta entwickelt sich als Arbeitgeber, Ausbildungsbetrieb und verlässlicher Partner vor Ort immer weiter.

Stimmen aus dem Unternehmen

Fertigungsleiter René Oelschlägel: ,,Ich arbeite seit über 20 Jahren bei Injecta. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass unsere Arbeit hier in Klingenthal beginnt und weltweit Leben unterstützt. Wir sind ein eingespieltes Team, das merkt man jeden Tag.“ Industriemechaniker-Lehrling Ben Lindner ist 19 Jahre jung und Auszubildender im 3. Lehrjahr: ,,Ich wollte nach der Schule in der Region bleiben und trotzdem etwas Zukunftssicheres lernen. Bei Injecta bekomme ich beides: Eine fundierte Ausbildung und die Aussicht auf einen festen Job in meiner Heimat.“ Personalleiter Jörg Lazarus: ,,Unsere Nachwuchskräfte stammen fast ausnahmslos aus der Region. Wir bilden sie zielgerichtet und praxisnah aus, übernehmen über 90 Prozent und begleiten sie in eine langfristige Perspektive. Das ist gelebte Fachkräftesicherung im Vogtland.“

Der Betrieb in Klingenthal

Das Unternehmen wurde 1921 gegründet und es ist seit 1990 Teil der Sarstedt-Gruppe. Der Standort im Gewerbegebiet Klingenthal wurde 2001 eröffnet. 260 Mitarbeitende sind hier auf 16.500 Quadratmetern Produktionsfläche und drei Etagen tätig.

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