Vollsperrung mit Mega-Umleitung: Diese Baustelle sorgt für Frust bei Anwohnern

Die B 283 wird ab 18. Juni für eine Sanierung mehrere Wochen gesperrt. Trotz zahlreicher Gespräche gibt es keine Alternative zur geplanten Umleitungsstrecke.

Muldenhammer

Viele Einwohner hatten gehofft, dass sich die Situation aus dem vergangenen Jahr nicht wiederholt. Doch stattdessen stehen ihnen erneut wochenlange Umwege, deutlich längere Fahrzeiten du somit zusätzliche Kosten bevor. Besonders der Umstand, dass nach Ansicht vieler Betroffener trotz monatelanger Vorbereitungszeit keine Alternative gefunden wurde, sorgt für Unverständnis und wachsenden Ärger.

Vollsperrung, die Zweite

Der Ärger sitzt tief. Schon im vergangenen Jahr mussten die Einwohner von Morgenröthe-Rautenkranz und Sachsengrund wegen einer Baustelle erhebliche Umwege in Kauf nehmen. Nun wiederholt sich die Situation. Am Donnerstag, 18. Juni, beginnt auf der Bundesstraße 283 in Muldenhammer eine Baumaßnahme zur Fahrbahnerneuerung. Der Bereich zwischen Einmündung Morgenröther Straße (K 7834 ) und Jägersgrün wird dafür voll gesperrt.

30 Kilometer lange Umleitung

Während der Bauarbeiten erfolgt die Umleitung über Jägersgrün, Auerbach, Schnarrtanne und Schönheide bis nach Wilzschhaus. Diese weiträumige Streckenführung sorgt bei vielen Einwohnern für Kritik, da sie je nach Ziel einen Umweg von mehr als 30 Kilometern, deutlich längere Fahrzeiten und somit höhere Kraftstoffkosten bedeutet.

120 Kilometer mehr am Tag

Wer seine Kinder in den Kindergarten nach Tannenbergsthal bringen müsse, sei täglich mit einem erheblichen Mehraufwand von zwei Stunden und rund 120 Kilometer konfrontiert, meldet sich ein betroffener BLICK.de-Leser. Gerade in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten stoße das auf wenig Verständnis. Hinzu kommt, dass die Einschränkungen nicht nur Pendler und Familien treffen. Auch das traditionelle Sport- und Kinderfest des SV Morgenröthe-Rautenkranz, das Anfang Juli stattfinden sollte, wurde abgesagt.

Keine Alternative

Besonders groß ist der Ärger darüber, dass verschiedene Alternativen zwar diskutiert worden seien, letztlich aber keine umgesetzt wurde.

So wird von Anwohnern auf mögliche Umfahrungen über Waldwege, eine Ampelregelung oder andere Verkehrsführungen verwiesen. Die zuständigen Behörden verweisen darauf, dass alternative Routen über Waldwege nicht geeignet seien. Nach Angaben der Forstverwaltung erlauben Zustand und Ausbau der Wege keinen öffentlichen Verkehr. Für eine entsprechende Nutzung wären umfangreiche Baumaßnahmen notwendig gewesen.

Vollsperrung bis 10. Juli

Die Hoffnung richtet sich nun darauf, dass die Bauarbeiten möglichst schnell abgeschlossen werden und die Sperrung vielleicht sogar früher endet als geplant. Laut Plan wird die Straße bis voraussichtlich 10. Juli saniert.

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