Vom Elstertal bis zum Mount Everest

Klettern Jürgen Landmann - der Klempner der die Gipfel stürmt

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Jürgen Landmann beim Klettern im Elstertal. Voriges Jahr bestieg er als erster Vogtländer den Mount Everest. Foto: Thomas Voigt

Langenwetzendorf. Normalerweise besteigt er die höchsten Berge dieser Erde. Voriges Jahr stand Jürgen Landmann als erster Vogtländer auf dem Gipfel des Mount Everest. Am Samstag traf man den drahtig wirkenden Langenwetzendorfer in den Niederungen des Elstertals. Mit Gleichgesinnten startete der 47-jährige Abenteurer im Klettergebiet Steinicht unweit der Rentzschmühle in die Saison. An einer der steilen Diabas-Wände zog sich der Gipfelstürmer hoch konzentriert über einen Felsvorsprung.

"Gutes Fingertraining", sagte er nach dem Abseilen. Im Klettergebiet kennt sich der Ostthüringer bestens aus. "Wann immer ich Zeit habe, bin ich hier." So mancher Kletterfreund kennt den Weltenbummler auch von seinen Vorträgen, zu denen regelmäßig eingeladen wird. Den Everest bezwang er mit Sauerstoff über die Nord-Seite aus Richtung Tibet. "Früher war ich mit meinen Eltern in der hohen Tatra." Nach dem Zusammenbruch der DDR öffneten sich die Tore zur Welt. Als erster Bergriese lockte gleich der "Kilimandscharo".

Jürgen Landmanns nächstes Ziel heißt Südamerika

Die Sehnsucht, dem Himmel ein Stück näher zu kommen, ist bei ihm bis heute ungebrochen. Das Tattoo auf seiner Wade erinnert an den ersten 8000-er, den er in Tibet bezwang. Im normalen Leben verdient sich der umtriebige Vogtländer als Klempner seine Brötchen. Sein Handwerk liebt er über alles. "Das ist auch ein gutes Training." Kommenden Winter wird er die Rohrzange aber wieder beiseitelegen.

Es zieht ihn nach Südamerika. Dort ruft Argentiniens höchster Berg, der "Aconcagua". Im Nachbarland Chile will er auf dem Kraterrand des weltgrößten Vulkans ("Ojos del Salado") stehen.