Von Kultrock über Blues bis zu Ska

Ereignis Oettersdorfer Open Air begeisterte junge und ältere Musikfans

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Kornblumenblau positionierten sich und sprachen klare Worte. Foto: Simone Zeh

Oettersdorf. Die Störche oben auf der Esse mögen sich gedacht haben: Was für ein geselliges Treiben da unten, welch' ein buntes Völkchen und so verschiedene Musik. Das Open Air in Oettersdorf führte Musikfans der verschiedensten Genres zusammen, um gemeinsam zu feiern, zu tanzen und zu träumen. Leute jedes Alters kamen aus Brandenburg und Dresden, aus Hof, Plauen oder auch von ganz aus der Nähe. Musik verbindet eben auf ganz friedliche Art.

Die jungen Punker von Kornblumenblau hauten mächtig rein, sprachen deutliche Worte und sich ganz klar gegen Nazis aus. Sängerin Pauline Weber kritisierte genauso klar auch die Politiker, die solche Rechts-Konzerte wie am Samstag im thüringischen Themar genehmigen würden. "Wir haben selbst einen Tag zuvor dort ganz in der Nähe gespielt", sagte sie. Verstehen könne man nicht, was da ablaufe.

Das Open Air gestaltete sich bunt und rockig, als Tino Standhaft in die Hippie-Ära entführte. Die Kultband Renft ließ legendäre Songs wie "Der Apfeltraum" oder "Gänselieschen" erklingen. Der starke Regenguss ließ die Fans von Freygang nicht davon abhalten, ihre Band auch weit nach Mitternacht auf der großen Bühne zu feiern.

Damit die Kinder am nächsten Morgen nicht auf dem vom starken Regen durchnässten Festplatz beim Puppentheater sitzen mussten, hatte der veranstaltende Oettersdorfer Rockclub rasch reagiert und Stroh aufgeschüttet. Keimzeit war dann der Höhepunkt: Sympathisch stand Sänger Norbert Leisegang auf der Bühne, keine Spur von Starallüren. Immerhin feiert die Band ihr 35-jähriges Bestehen mit den Fans.