Von Max, Stupsi und anderen Figuren

Handwerk Drechslerei Kuhnert feiert 20 Jahre Familienbetrieb

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Frank Kuhnert zeigt eines der Luther-Räuchermännchen, das im Jubiläumsjahr der Re-formation bei den Kunden sehr gefragt ist. Foto: Brand-Aktuell

Rothenkirchen. Aus zwei mach hundert. Mit diesen vier Worten könnte die Erfolgsgeschichte der Drechslerei Kuhnert geschrieben werden. Am 1. Juli begeht das Familien-Unternehmen aus dem vogtländischen Örtchen Rothenkirchen sein 20. Jubiläum als GmbH. Mit zwei Mitarbeitern begann es einst, heute sind es rund 100. Gesellschafter sind Frank Kuhnert als Geschäftsführer, seine Schwester Christina, die für die Fertigstellung und Musterproduktion zuständig ist, und Bruder Andreas als Mann für die Maschinenproduktion und Technik.

Eine Erfolgsgeschichte wie aus dem Bilderbuch

Die Drechslerei Kuhnert gehört zu den zehn größten Betrieben, die erzgebirgische Holzkunst herstellen. Max, Stupsi und viele andere Figuren haben hier ihre Wiege. Hervorgegangen ist sie aus einer Drechslerei-Werkstatt mit zwei Mitarbeitern, den Eltern der drei heutigen Gesellschafter. 1986 waren ein großes Hasenpaar sowie bemalte Engel- und Bergmannfiguren die ersten Erzeugnisse, die im Werkstattanbau am Wohnhaus entstanden. Zwar ging nach der Wende Nachfrage und Absatz zurück, aber die Geschwister sahen wohl gerade darin auch eine Chance, und stiegen in den Familienbetrieb ein. Erste Messeauftritte beispielsweise in Frankfurt am Main machten Mut.

Aus dem gelernten Bäcker Frank Kuhnert wurde so der Geschäftsführer. Am 1. Juli 1997 gründeten sie die GmbH. Im Rothenkirchener Gewerbegebiet direkt an der B 169 errichteten sie Ende der 90er Jahre ein neues Firmengebäude mit Produktions- und Verkaufsräumen. Dieses erweiterten sie 2008/09. "Die Erweiterung war auch möglich durch ein faires Miteinander mit der Beteiligungsgesellschaft der Sparkasse Vogtland", so Frank Kuhnert, der in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert.