Von roten und fliegenden Teppichen

Museum Teppich-Ausstellung auf Schloss Voigtsberg in Oelsnitz

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Die Welt der Teppiche offenbart Mitarbeiterin Helga Hartenstein. Foto: Simone Zeh

Oelsnitz. Die faszinierende Welt der Teppiche wird dem Besucher im Teppichmuseum auf Schloss Voigtsberg in Oelsnitz nahe gebracht. Auf der Galerie beginnt der Rundgang, man erfährt, wie ein Teppich anno dazumal und heute verwendet wird, welche Eigenschaften er haben muss.

Ein Hauch von 1001 Nacht umgaukelt den Besucher, wenn er die "fliegenden Teppiche" zwischen den Etagen bestaunt. Auch ein roter Teppich fehlt nicht. Außerdem können Besucher Wissenswertes zur Teppichproduktion erfahren und wie Oelsnitz zu seinem Beinamen "Teppichstadt" kam. Im Maschinensaal erhält man den Eindruck, als seien die Fertigungsmaschinen erst vor wenigen Augenblicken ausgeschaltet worden.

Der Halbmond-Teppich

Aufgezeigt wird die Unternehmensgeschichte der Halbmond-Teppiche: Als Carl Wilhelm Koch im Jahr 1880 ins Vogtland kam, wusste er von der Fingerfertigkeit, dem Fleiß und der langen Tuchmacher-Tradition der Oelsnitzer. Dies und die günstige logistische Lage am nahe gelegenen Bahnanschluss waren Gründe für die Geburt des Unternehmens Koch & te Kock bzw. der späteren Halbmond Teppichwerke. So begann in Oelsnitz die Teppichherstellung.

Dass die Oelsnitzer die Kunst des Teppichwebens seit Generationen perfekt beherrschen, kann man an Hand der zahlreichen Goldmedaillen auf Weltausstellungen und internationalen Messen sehen. Geöffnet ist das Teppichmuseum Dienstag bis Sonntag, jeweils von 11 bis 17 Uhr.