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Wahnsinns Spendenmarathon mit Happy End

Weihnachtssingen Hunderte finanzieren dem kleinen Janek sechs Adeli-Intensivtherapien

Plauen/Brockau. 

Plauen/Brockau. Eigentlich ist sie ganz traurig. Doch die Geschichte von Janek Schaller ist zugleich auch eine unglaublich schöne. Denn der Dreijährige wird später von hunderten Spendern erfahren, die es ihm ermöglicht haben zu laufen. Noch vor einem Jahr saß dieser kleine Junge im Rollstuhl. Er leidet von Geburt an unter einer Zerebralparese (Diparese). Diese Krankheit verhindert kurz gesagt, dass der Junge seine Beine kontrolliert bewegen kann. Helfen könnten die Adeli-Therapie-Einheiten. Doch die Kosten (4.500 Euro pro Einheit) übernehmen deutsche Krankenkassen nicht. Sechs dieser Intensiv-Therapie-Runden erachten die Ärzte für sinnvoll. Das war der Stand vor einem Jahr.

"Man kann es kaum glauben: Janek läuft"

Es war ein bewegender Moment, als sich dieser kleine Junge mit seinem Rollator durch rappelvollen Stuhlreihen drängelte. Denn nach nur drei Therapie-Einheiten in der Slovakei hat es dieser kleine Quirl bereits geschafft, sich ohne fremde Hilfe fortzubewegen. "Er ist ein Kämpfer. Einer der will. Aus ihm wird mal was", glauben seine Eltern Stephanie und André. Opa Siegfried hätte vor lauter Freude die ganze Welt umarmt: "Man kann es kaum glauben: Janek läuft. Das war vor einem Jahr undenkbar." Woher aber hat eine sechsköpfige Familie das viele Geld für die Therapien im Ausland? "Das ist ja das verrückte. Das haben wir von ganz vielen Leuten bekommen, die wir nicht kennen. Wir sind einfach nur dankbar", grüßen heute André, Stephanie, Nicole, Marek, Janek und Janine alle Vogtländer, die gespendet haben.

7. Wacker-Weihnachtssingen war der Schlussakkord

Tausende Euro kamen bereits im Vorfeld zusammen. Weil Janek eben nicht alleine gelassen wurde. Und so war das 7. Wacker-Weihnachtssingen der Schlussakkord. Denn als Elke Mehlis und "Die Olympics" zusammen mit dem gemischten Kinderchor (Kita Buratino / Lindgren-Grundschule) einstimmten, da fehlten "nur" noch 800 Euro. Dann landeten 317,70 Euro in der Spendenbox. Das Team der Wacker-Sportgaststätte um Wolfgang und Thea Dörschel hatte Einnahmen von 254,50 Euro gespendet. Macht zusammen 572,20 Euro. Tino Pietzsch hatte am Vormittag bereits 200 Euro überwiesen. Und am Freitagabend gelangten über den Wacker-Facebook-Account weitere Spendenzusagen zum Fußball- und Kegler-Verein. Damit ist klar: Die benötigten 27.000 Euro haben die Vogtländer im Laufe eines Jahres gespendet. Alle sechs Therapien sind damit bezahlt. Wahnsinn!

Mehr über die Familie aus Brockau bei Netzschkau und den Kampf gegen die Krankheit von Janek gibt es auf der Internetseite von Familie Schaller: https://janek-schaller.jimdofree.com/



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