Wahrzeichen des Vogtland: Aufwertung der Infrastruktur

Göltzschtalbrücke Netzschkau will das Umfeld des berühmten Bauwerks aufwerten

Netzschkau. 

Netzschkau.An der berühmten Göltzschtalbrücke soll sich etwas tun. Das Umfeld soll aufgewertet werden. "Das Konzept für die Göltzschtalbrücke läuft, wir sind in den Vorbereitungen", sagt Mike Purfürst, Bürgermeister von Netzschkau. Die Fördermittelzusage für die Konzepterstellung für das Umfeld der Göltzschtalbrücke war bereits voriges Jahr eingetroffen. "Wir wollen alle Ideen bündeln", blickt der Bürgermeister voraus. Und: "Ein Alleinstellungsmerkmal brauchen wir nicht, denn das haben wir mit der weltgrößten Ziegelsteinbrücke bereits." Nur eben die entsprechende Infrastruktur fehle, um dieses Bauwerk den Besucher vor Ort auch würdig nach außen präsentieren zu können.

Wahrzeichen des Vogtlands

Der Viadukt mit insgesamt 98 Bögen gilt als eines der Wahrzeichen des Vogtlands und prangt auf vielen Ansichtskarten oder Internetportalen, wenn es um die Region geht. Die Brücke überspannt zweigleisig auf der Bahnstrecke Leipzig-Hof das Tal des Flusses Göltzsch zwischen den Mylau und Netzschkau. Gemeinsam mit der ähnlichen, aber kleineren Elstertalbrücke begann 1846 die Sächsisch-Bayerische Eisenbahn-Compagnie mit dem Bau der 78 Meter hohen Bogenbrücke. Im Jahr darauf übernahm die Sächsisch-Bayerische Staatseisenbahn den Weiterbau und stellte am 15. Juli 1851 die Brücken zur gleichen Zeit fertig. Beide gelten damit als die ältesten Zeugen der Eisenbahngeschichte in Deutschland.

Die Brücke war auch Namensgeberin für die im Jahr 1895 eröffnete Station Mylau Haltestelle, die acht Jahre später in Bahnhof Göltzschtalbrücke umbenannt wurde. Dort endeten zwei Nebenstrecken, die von Reichenbach Oberer Bahnhof und von Lengenfeld kamen.