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Westsachsen

Waldpark in Grünheide plant am Limit

Tourismus Weiteres Gästehaus vor Modernisierung

Grünheide. 

Grünheide. "Die schwierigen Monate kommen noch", prophezeite Hardy Spitzner im August vorigen Jahres. Der Chef des Landesverbandes der Kinder- und Jugenderholungszentren (Kiez) traf sich damals im Waldpark Grünheide zum Krisengespräch mit Geschäftsführer Joachim Otto. Wegen der Pandemiefolgen sind die Umsätze 2020 im Waldpark um die Hälfte eingebrochen. Otto sprach von über einer Million Euro. Im abgelaufenen Jahr stehen nur rund 30.000 Übernachtungen zu Buche. Eingeplant waren doppelt so viel. "Im Sommer sind die Schulklassen komplett weggebrochen", blickte Otto auf ein in dieser Form noch nie dagewesenes Geschäftsjahr zurück. Land und Bund überwiesen Hilfsgelder, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Dennoch konnten die Ausfälle nicht vollständig kompensiert werden. Schon jetzt ist absehbar, dass der Ferienpark auch 2021 ohne die gewohnten langfristigen Buchungen wirtschaftlich unsicheren Zeiten entgegengeht. Mitten im Lockdown hoffen Otto und sein Team auf weitere Corona-Hilfen. Demnach könnten für das erste Quartal dieses Jahres Gelder vom Bund aus dem Sonderprogramm Jugend fließen. Trotz angespannter Situation hat der 61-Jährige auch die Weiterentwicklung des 18 Hektar großen Areals im Blick. Ende vorigen Jahres wurde der Förderantrag für die Modernisierung des Gästehauses "Reichenbach" auf den Weg gebracht. Rund 890.000 Euro sollen in das Projekt investiert werden. Der Fördersatz liegt bei 70 Prozent. Ob das ehrgeizige Vorhaben unter den gegebenen Vorzeichen überhaupt umgesetzt werden kann, bleibt abzuwarten. Laut Otto wird die Entscheidung Mitte des Jahres fallen. Gelingt die Realisierung, sind alle fünf Ferienhäuser im Gelände saniert. "Dann können wir uns verstärkt auf inhaltliche Dinge konzentrieren."