"Warten auf Grün" - Einfach mal innehalten?

Ausstellung Kunstwerke aus Zwickau im Museum Zeulenroda

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Tobias Kühnel-Koschmieder und Uta Wagner, Museumsmitarbeiter in Zeulenroda, zeigen das Bild "Kirchturmblick". Foto: Simone Zeh

Zeulenroda. "Warten auf Grün" heißt eines der Bilder von Andreas Werner, welche derzeit im Städtischen Museum Zeulenroda zu sehen sind. Es zeigt eine Landschaft voller Grün, eine schmale Straße schlängelt sich hindurch. Doch die Ampel zeigt ein Rot. Soll der Betrachter stehen bleiben, einfach mal innehalten, um die Landschaft zu genießen? Die Schönheit der Felder, Wiesen und Bäume? Fast scheint es so.

Doch die Frage "Was will der Maler mit dem Bild sagen?" hält Andreas Werner, so erfährt man in der Schau, für falsch und zu plakativ formuliert. Vielmehr ist er der Überzeugung, dass das Denken im Wesentlichen von der Sprache bestimmt ist und Bilder dem Betrachter zunächst einmal etwas zeigen müssen. In seinen Arbeiten, so meint der Künstler selbst, sei viel Raum für Nicht-Sagbares.

Trotzdem sollen seine Bilder zum kritischen Denken anregen und Emotionen hervorrufen. Und das tun sie, denn viele seiner Werke, die auf den ersten Blick idyllisch wirkende Landschaftsbilder sein mögen, zeigen ein Motiv, das eigentlich nicht hinein passt, das die Harmonie stört. Wie im wirklichen Leben, könnte man meinen. Wie das große Plakat auf dem Feld, das anzeigt, dass hier Bauland zum Verkauf steht. Oder Müll, der am Wegesrand liegt.

Eine Premiere in lockerer Atmosphäre

Am Sonntag, 3. Februar, gibt es um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellung mit dem Künstler, der in Zeulenroda geboren wurde und heute nahe Zwickau wohnt. "Man kann mit ihm erzählen, es gibt Getränke und Snacks, die der Förderverein anbietet", so Museumsmitarbeiter Tobias Kühnel-Koschmieder. "Alles in lockerer Atmosphäre." Ein künstlerischer und kulinarischer Nachmittag. Und: "Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, solch eine Sonntagsveranstaltung regelmäßig den Besuchern anzubieten. Das wird jetzt die Premiere sein." Die Ausstellung ist bis zum 24. Februar am Mittwoch und Freitag, 9 bis 16 Uhr, Donnerstag 9 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag, 13 bis 17 Uhr, zu sehen.