Was sagt der Auer Geschäftsführer Michael Voigt zur Coronakrise?

Sportfamilie Plauener schicken einen lieben Ostergruß

Plauen. 

Plauen. Runter von der Überholspur, rein ins Familienidyll. Für viele Menschen in Sachsen hat die Coronakrise einen vollkommen neuen Tagesablauf gebracht. Die Wohlstandsgesellschaft bekommt von einem kleinen Virus vor Augen gehalten, wie gut es ihr eigentlich geht. Deutschland ist urplötzlich zum Kollektiv geworden. Es ist ein historischer Augenblick. Vieles wird gerade gerückt. Manches sogar völlig neu überdacht.

Der Osten lebt jetzt wieder vom Zusammenhalt

Auch im kleinen Großfriesen rücken die Menschen zusammen. Hier ist wie überall in Mittel- und Westsachsen, im Erzgebirge und eben im Vogtland etwas großes am wachsen. Die Familie von Michael Voigt ist normalerweise überall zu Hause. Die Fußballjunkies vom FC Erzgebirge Aue fahren sonst nach Stuttgart oder Hamburg, erleben die 2. Bundesliga live in Hannover, Nürnberg, Kiel und Bielefeld. Das Millionengeschäft Fußball versorgt bundesweit rund 56.000 Angestellte.

Wie es weitergeht? Keiner weiß es. Die Unterhaltungsmaschine steht derzeit still. Und trotzdem wirkt der FCE-Geschäftsführer irgendwie optimistisch. "Jeder von uns spürt in diesen Tagen den Zusammenhalt. Gerade hier im Osten tragen wir dieses Gen in uns. Ob in Dresden, Chemnitz, Zwickau, Plauen oder in Aue. Überall sehe ich Aktivitäten, die es zuvor nicht gegeben hat." Michael Voigt hat in der Nähe von seinem Heimatort "sogar einen kleinen Teich entdeckt mit einem schönen Bänkchen, wo man Entspannung und Ruhe findet." Mama Mandy Kunze freut sich unterdessen für Sohnemann Finn. "Wir haben viel mehr Zeit füreinander und genießen das. Bei allen Problemen, die uns derzeit beschäftigen: Es ist jedem von uns klar geworden, was eigentlich zählt im Leben", sagt die Plauenerin, die in Aue 9.000 Vereinsmitglieder verwaltet und koordiniert.

Schon unsere Eltern haben gekämpft

Micha, Mandy, Finn und Labrador Lola haben dem BLICK-Reporter zum Abschied folgende Worte mit auf den Weg gegeben: "Liebe Sportler, liebe Mitglieder, liebe Fans, liebe Unterstützer aller Vereine. Die kommenden Wochen werden für uns alle knallhart. Haltet zusammen, helft euch gegenseitig und zeigt, dass wir in Sachsen niemals aufgeben. Unsere Eltern waren Kämpfer. Wir sind Kämpfer. Und unsere Kinder werden es auch sein, wenn wir ihnen jetzt zeigen, was alles möglich. So geht sächsisch!"