Was wird aus dem ehemaligen Konsum?

Tradition Betreiberin vom Imbiss der Talsperre Pirk sucht Nachfolger

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Steffi Scharschmidt ist an der Talsperre Pirk eine Institution. Foto: Thomas Voigt

Talsperre Pirk. Immer wenn der Frühling auf Touren kommt, bezieht Steffi Scharschmidt in ihrem Strand-Imbiss an der Talsperre Pirk Quartier. Zum Saisonstart gibt es wie immer viel zu tun. Während die 57-Jährige alles für den Saisonstart vorbereitet, fragen die ersten Ausflügler nach Kaffee, Kuchen und Würstchen.

Der Wunsch: Ein Paar als Nachfolger

"So geht es immer los", sagt die Imbiss-Betreiberin während sie Stühle, Tische und Bänke in die Sonne rückt. Es ist ihre mittlerweile 28. Saison am Stausee. Jetzt sucht sie so schnell wie möglich einen Nachfolger. "Für die Betreibung wäre ein Paar am besten geeignet", weiß die aus Burgstädt stammende Unternehmerin aus eigener Erfahrung. Das Inventar wolle sie zum fairen Preis verkaufen.

In der Umbruchzeit Anfang der 1990-er Jahre startete sie mit ihrem damaligen Mann an der Talsperre durch. Für die beiden ergab sich die Chance, den ehemaligen Konsum als "Tante-Emma-Laden" zu übernehmen. Es sei ein Bauchgefühl gewesen, die Sache in Angriff zu nehmen. "Wir haben es einfach gemacht." Nachdem der Laden zwei Jahre mehr oder weniger gut lief, stellten die Eheleute 1994 auf Imbiss-Betrieb um. In der Folge boten die beiden den Sommerfrischlern immer mehr Gerichte an.

Vom Imbiss zur Mini-Gaststätte

"Unser Imbiss hat sich schnell zu einer kleinen Gaststätte entwickelt." Je nach Wetterlage strömten die Gäste herbei. "Ich habe 28 Jahre ohne feste Öffnungszeiten gelebt." So manche gesellige Runde habe sich erst spät in der Nacht aufgelöst. Bereut hat sie nichts, versicherte die gelernte Landwirtin, die 1973 mit ihrer Mutter ins Vogtland zog.

Nun bereitet sie sich wie gewohnt auf die Freiluft-Saison vor. Auf die frische Luft freut sich sicher auch ihr Papagei. Der putzige Gesell lässt sich in seinem Käfig gern auf "Gespräche" mit den Gästen ein.