Feinen Damen in eleganten Kleidern, Herren mit Frack und Zylinder sowie illustren Gestalten aus der Historie begegnet man zur Fürstenweihnacht in Greiz. Am Sonntag geht es im unteren Schloss auf weihnachtliche Zeitreise.
Ehemaliges Residenzschloss am Sonntag bestaunen
Das ehemalige Residenzschloss der Fürsten Reuss Aelterer Linie aus dem 19. Jahrhundert leuchtet am Sonntag, 15. Dezember, von 11 bis 18 Uhr, im fürstlich-weihnachtlichen Glanz und wird für einen Tag zum lebendigen Schauplatz der Geschichte. Festliche Vorfreuden, historische Modenschauen, weihnachtliche Düfte, Adventskonzerte, Puppentheater sowie fürstlichen Genüsse bilden ein Fest für die Sinne.
Weihnachtliche Zeitreise
"Der gesamte Hofstaat der romantischen Fürstenweihnacht ist in historische Kostüme gewandelt und lädt zu einem Spaß für die ganze Familie in das untere Schloss ein", freut sich Museumsleiter Rainer Koch, der natürlich auch in ein glitzernde Kostüm schlüpfen wird. "Unsere Besucher erleben in dem Ambiente der authentischen historischen Räumlichkeiten eine weihnachtliche Zeitreise in das 18. und 19. Jahrhundert. Die Museen der Schloss- und Residenzstadt und deren Förderverein senden mit diesen Genüssen für Zunge, Gaumen, Augen und Ohren festliche Vorfreuden in das Vogtland sowie die Umgebung." Neben den einstigen Wohnräumen der Adligen, die in diesen Tagen wunderschön mit Puppenstuben und -häusern sowie historischem Spielzeug ausgeschmückt sind, ist auch die Weihnachtsausstellung mit dem Titel "Murmelbahn-Landschaften - Längste Murmelbahn im Vogtland von Dietmar Reinhardt".
Weihnachtscafé lädt zum Verweilen ein
Kunst und Handwerk sind an den Ständen zu erleben, schöne Dinge zu erwerben. "Die Hoflieferanten bieten ihre erlesenen Waren im Ambiente dieser fürstlichen Repräsentationsräume an. Besonders ist das Weihnachtscafé in der fürstlichen Galerie zu empfehlen, welches bei Kaffee und liebevoll gebackenem Kuchen zum Verweilen einlädt", lockt Rainer Koch.
Pomeranzen zur Fürstenweihnacht probieren
Und fügt hinzu: "Haben Sie schon einmal eine Pomeranze gekostet? Diese Bitter-Orange ist der Vorfahre unserer bekannten Süß-Orange. Im 18. Jahrhundert war die Verwendung der Pomeranze sehr verbreitet. Sie gibt dem "heißen Bischof" den unverwechselbaren Geschmack." Das Rezept entstammt dem Fundus des Schlosses und wird nach einem originalen Rezept aus dem 18. Jahrhundert des Greizer Hofkonditors Müller nur einmal im Jahr und zwar zur Fürstenweihnacht zubereitet. "Der Genuss zaubert jedem authentische Geschichte des 18. Jahrhunderts als sinnliches Vergnügen auf die Zunge", ist sich der Museumsleiter sicher.
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