Die Silhouette von Oelsnitz wird von den höchsten Kirchtürmen des Vogtlandes geprägt.
Rettung der Türme kostet 4,6 Millionen Euro
73,5 Meter hoch ragen die Zwillingstürme der Stadtkirche St. Jakobi in den Himmel. Doch so langsam rückt der Einsturz näher, wenn die Oelsnitzer nicht Hand anlegen. Es wird ein Mammutprojekt. Die Rettung der beiden Türme der Oelsnitzer Stadtkirche St. Jakobi kostet 4,6 Millionen Euro. Ein paar tausend Euro sind schon eingegangen. Der Optimismus steigt mit jedem Taler!
"Oelsnitz braucht seine Türme"
"Ein langer Atem und Durchhaltevermögen sind nötig. Oelsnitz braucht seine Türme", betont Constanze Süßdorf-Schönstein. Zusammen mit Ehemann Alexander Schönstein und Kathrin Jakob hat sie die Stiftung Stadtkirche ins Leben gerufen.
Es geht sozusagen um den Eiffelturm von Oelsnitz
Heidrun Lampe und Thomas Leichsenring sind wichtige Mitstreiter. "Es geht sozusagen um den Eiffelturm von Oelsnitz", weiß Alexander Schönstein. Und Thomas Leichsenring fügt hinzu: "Wir müssen ab jetzt alle Register ziehen."
Das heutige Bild der Kirche entstand 1866/67
Vermutlich gab es hier schon im 12. Jahrhundert einen Holzbau an dieser Stelle. 1240 soll dann eine erste steinerne Kirche entstanden sein. Der Bau wurde mehrfach erweitert und umgebaut. 1519 aber durch Brand vernichtet und im spätgotischen Stil neu errichtet. Brände zerstörten immer wieder große Teile der Kirche, nicht aber das Gewölbe. Das heutige Bild der Kirche entstand 1866/67 unter dem Architekten Constantin Lipsius, 1888 geschah ein letzter großer Umbau durch Christian Gottfried Schramm. Im 20. Jahrhundert gab es größere Renovierungen 1904, 1939/41 - zu dieser Zeit verschwanden wegen Einsturzgefahr kleine Sandstein-Nebentürme - sowie von 1981 bis 1999.
"Sternquell hilft" hat bereits mit angepackt
Die Plauener Heimatbrauerei ist seit 2019 mit dem Projekt "Sternquell hilft" in der Region aktiv. Geschäftsführer Jan Gerbeth und Marketingleiter Thomas Münzer hatten 800 Euro mitgebracht. "Wenn alle etwas geben, dann ist die Rettung dieser beiden so wichtigen Türme realistisch", glaubt Jan Gerbeth.
Spendenaktion "Rettet die Türme"
Thomas Münzer ist der Juryvorsitzende von "Sternquell hilft": "Wir möchte die Vogtländer bitten, sich auch an der Sammlung zu beteiligen." Spenden kann man auf das Konto mit der IBAN: DE 63 8705 8000 0101 0681 23 bei der Sparkasse Vogtland. Verwendungszweck: "Rettet die Türme". Weitere Informationen folgen.