Weischlitz: Gemeinsamer Haushalt ab April geplant

Kommunales Bedarfszuweisung vom Freistaat in Höhe von 382 000 Euro

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Erstmalig stimmten die Gemeinderäte aus Weischlitz und Reuth gemeinsam in der Südscheune ab. Foto: Thomas Voigt

Weischlitz. Besser hätte die erste gemeinsame Gemeinderatssitzung nach der Eingliederung von Reuth nach Weischlitz nicht beginnen können. Landrat Rolf Keil (CDU) überreichte am Montagabend in der Weischlitzer Südscheune Bürgermeister Steffen Raab (Freie Wähler Weischlitz) eine Bedarfszuweisung vom Freistaat in Höhe von 382 000 Euro. Die Finanzspritze soll helfen, die Eingliederung abzufedern.

Mit der Eingliederungs-Vereinbarung übernahm Weischlitz auch die Schulden der Nachbargemeinde. Reuth stand mit 1,1 Millionen Euro in der Kreide. Der Rathauschef dankte Keil für dessen Engagement für die Gemeinde in Dresden. Er sei von der Höhe der Summe positiv überrascht.

Ein Selbstläufer sei die finanzielle Zuwendung vom Land nicht gewesen, blickte der Landrat zurück. "Es waren ein paar Verhandlungen notwendig." Trotz der Freude über den Zuweisungsbescheid dämpfte Raab die Erwartungen. "Wir können das Geld nicht einfach so verbraten." Bis spätestens April diesen Jahres - so das selbstgestellte Ziel - soll ein tragfähiger gemeinsamer Haushalt beschlossen werden.

Auf Raabs Agenda stehen viele wichtige Vorhaben, die 2017 im Gemeindegebiet in Angriff genommen werden sollen. Dazu gehören die energetische Sanierung der Weischlitzer Vereinsturnhalle sowie die Abwasser-Erschließung in Kobitzschwalde mit den geplanten Straßenbaumaßnahmen und der Sanierung des Teiches als Regenrückhaltebecken.