Weischlitz: "Weil hier die ganze Welt heile ist"

Engagement Wirtschaft und Vereine sorgen sich ums Gemeinwohl

Weischlitz. 

Weischlitz. Die Weischlitzer sind zuletzt gleich zweimal abgesoffen. Nach den großen Hochwassern von 2013 und 2018 standen Bürgermeister Steffen Raab (Freie Wähler Weischlitz) und hunderte "Aktivisten" mit Tränen in den Augen da.

Doch die Weischlitzer sind wie immer in ihrer Geschichte nach dem Untergang aufgestanden. Sie haben zusammengehalten und alles noch viel schöner werden lassen als es vorher war. Auch dafür stehen die Gewerbetreibenden und die vielen kleinen Betriebe im Ort: "Wir sehen uns wirklich als Familie. Ich glaube, genau das macht Weischlitz aus." Mit diesen Worten beschrieb Jens Gruchot Anfang dieses Jahres das Miteinander im Ort.

Gruchot ist als Übungsleiter seit 1986 im Verein tätig und betreut die Sektionen "Allgemeine Sportgruppe" und das "Eltern-Kind-Turnen". 1997 gründete er die Dachdeckerei Gruchot und seit 2002 ist er Vereinsvorsitzender des TSV Weischlitz.

Viele Unternehmer im Ort engagieren sich zugleich auch im Verein. Die Coronakrise lässt die auch wildfremden gegenüber offenen Weischlitzer zusammenrücken. So wie zum Beispiel im Jahr 2018, als Saunabauer Bernd Erdmann den kleinen Maulwurf rettete, weil der sonst ertrunken wäre. Vielleicht sind es genau solche Geschichten und die Abkehr vom globalen Wahnsinn, die dafür sorgen, dass die Welt wieder heile wird. In Weischlitz ist sie es (fast) schon.