Wenn die alten VFCer zusammen kommen

Wanderung Zum Gedenken an Herbert Büttner

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Mit Kind und Kegel gehen die früheren Spieler, Trainer, Sportfunktionäre und Vereinskameraden des VFC Plauen immer zum Geburtstag von Herbert Büttner auf eine kleine Wanderung. Foto: Oliver Orgs / Pressebüro Repert

Plauen. Was ein Mensch zu Lebzeiten bedeutet hat, das wird ganz oft erst dann deutlich, wenn er nicht mehr da ist. Herbert Büttner war so ein lieber Mensch, der alles zusammenhielt und der selbst 15 Jahre nach seinem Tod noch die Sportkameraden zusammenführte. So war das auch an Silvester.

Weil das Feiern dazugehört!

Rückblick: Jedes Jahr an Silvester hatte der Mannschaftsleiter des VFC Plauen Geburtstag. "Und weil man die Feste feiern muss wie sie fallen, müssen wir eben früh Geburtstag feiern, damit dann abends alle in den Jahreswechsel hineintanzen können."

So hat es Sportfunktionär Herbert Büttner gehalten und gewollt. Und alle kamen. Keiner fehlte. Jedes Jahr war die Bude rammelvoll. Die Wohnung in der Haselbrunner Fliegersiedlung (gleich neben dem Vogtlandstadion), sie avancierte für die Fußballer und deren Spielerfrauen zum zwischenzeitlichen Klubhaus.

Manch einer hatte ernsthafte Probleme, überhaupt an der danach folgenden Silvestergala teilzunehmen. Wenn die Fußballer von Herbert feierten, war mitunter alles zu spät.

Sie haben die Großen besiegt

Dynamo Dresden, Erzgebirge Aue, Chemnitzer FC, FSV Zwickau, Union Berlin, 1. FC Magdeburg, VfB Leipzig, Carl Zeiss Jena, Rot-Weiß Erfurt, TSV 1860 München, Arminia Bielefeld. Man könnte die Hitliste der großen Namen um einiges verlängern und ziemlich groß aufziehen. Denn der VFC Plauen hat in den vergangenen 25 Jahren viele renommierte Gegner niedergerungen, die das vermutlich zuvor nicht erwartet hatten.

Im Schlepptau bewegten sich für Plauener Verhältnisse enorm viele Fans. Genau 25 Jahre ist es her, als zum Auswärtsspiel beim damaligen FV Dresden Nord (7. Spieltag) der erste VFC-Fanbus rollte.

Organisiert wurde dieser von VFC-Mannschaftsbetreuer Herbert Büttner und Jörg Kühnemuth vom Fanclub "Mitte". Der VFC siegte mit 2:1. Nachlesen kann man das online bei www.vogtlandstadion.de

Und was ist geblieben?

Geblieben sind ganz viele Freundschaften und diese Herbert-Büttner-Gedächtnis-Wanderung. Von der hatte ursprünglich keiner geglaubt, dass es sie überhaupt geben würde. "Termin und Uhrzeit sind sicherlich nicht gerade günstig. Aber wir haben das ja schon immer so gemacht", sagen die Alten und mittlerweile auch die neuen Mitstreiter.

Es gibt also Nachwuchs! Herbert Büttner wäre ganz sicher mächtig stolz auf seine Jungs und Mädels gewesen. Denn das war der beliebte Mannschaftsleiter immer.



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