Wenn die erste Reihe geht...

Wirtschaft Der Generationswechsel im Mittelstand wird immer schwieriger

Der Generationswechsel im Mittelstand wird immer schwieriger. Das bringt jetzt der neue IHK-Report zur Unternehmensnachfolge ans Licht. Mehr Senior-Chefs denn je möchten hierzulande ihren Betrieb übergeben. Gleichzeitig ist aber die Zahl potenzieller Nachfolger auf ein Rekordtief gesunken. Der aktuelle Report zum Deutschen Industrie- und Handelskammertag zeigt Engpässe in der ganzen Breite des Mittelstandes auf. Insbesondere im Hotel- und Gastgewerbe, im Verkehr und im Handel gibt es nach IHK-Erfahrungen mittlerweile sogar doppelt so viele Senior-Unternehmen wie potenzielle Nachfolger.

"In der Industrie kommen sogar fast fünf Alt-Inhaber auf einen Übernahmeinteressenten", heißt es der IHK-Expertise. Positiv ist aus Sicht der IHK-Regionalkammer Plauen folgender Fakt: "Wir verzeichnen aufseiten der Nachfolger eine verbesserte unternehmerische Qualifikation", betont Referatsleiterin Karla Bauer. Die IHK-Justitiarin ist seit über drei Jahren ganz intensiv dran am Thema. Denn im Vogtland sind etwa 650 Unternehmen "übernahmereif". Die Finanzierung bleibt dabei weiterhin die schwierigste Hürde bei der Betriebsübernahme. Dem aktuellen IHK-Report zur Unternehmensnachfolge liegen bundesweit mehr als 20.000 Kontakte der Experten aus den Industrie- und Handelskammern mit Senior-Unternehmern und Existenzgründern zugrunde. In Sachsen stehen allein in den nächsten drei Jahren rund 5.300 Unternehmen zur Übergabe an einen Nachfolger bereit. Dies bedeutet, dass etwa 70.000 Mitarbeiter einen neuen Chef bekommen. Weitere Informationen gibt es bei der IHK (Telefon 03741-2143102). kare