Wenn die Hand nicht mehr richtig greift

Behandlung Therapietraining verhilft zu Lebensqualität

Hand in Hand mit dem Patienten. Nur so funktioniert die Ergotherapie. Die Hand-Rehabilitation gehört zu den komplizierten Therapieformen. Unsere Hand ist das präziseste und feinfühligste Werkzeug der Welt. Obwohl Wissenschaft und Technik alles daransetzen, konnte die Hand bisher nicht ersetzt werden. Doch nach Operationen und Verletzungen funktionieren die Finger häufig nicht mehr einwandfrei. Genau dann ist der Ergotherapeut gefragt. Besonders oft hört man inzwischen vom sogenannten Karpal-Tunnel-Syndrom. Das heißt von der Sache her nichts anderes, als dass an der Handwurzel Nerven abgedrückt sind. Dadurch fühlen sich die Finger an wie taub. Man hat keine richtige Kraft mehr in der Hand. In solchen Fällen muss zunächst der Chirurg einen Schnitt machen, danach verhilft dem Patienten ein gezieltes Therapietraining zu neuer Lebensqualität. Häufig können Patienten den Reißverschluss der Jacke nicht mehr schließen, die Schnürsenkel zubinden oder richtig mit einem Kugelschreiber schreiben. Die Schulung der Grob- und Feinmotorik ist auch im Fachbereich der Neurologie ganz wesentlich. Schlaganfall-Patienten zum Beispiel leiden häufig unter der ungewohnten Hilflosigkeit. Sie sind angewiesen auf die Unterstützung ihrer Angehörigen. Und sie brauchen Experten, die mit ihnen zusammen ein Stück Selbstständigkeit zurückgewinnen. Ebenso komplex betrachtet werden muss die Physiotherapie. Auch auf diesem Gebiet stellen sich heute therapeutische Einrichtungen vor. kare