Wenn die Psyche schlapp macht: Straßenfest kämpft für mehr Offenheit

Paritas Helfer machen auf sich aufmerksam

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Wenn nichts mehr geht, dann hilft die Paritas. Foto: Karsten Repert/ Archiv

Plauen. Der Druck ist zu groß geworden. Viel zu lange hat die Gesellschaft weggesehen. Jetzt läuft das Fass über. Immer mehr Vogtländer sagen beim Arzt: "Ich schaffe es nicht mehr!"

Die Paritas stell sich vor

Die Paritas in Plauen hilft diesen und anderen psychisch erkrankten Menschen ins Leben zurück. Doch ausgerechnet diese Paritas bekam in den vergangenen 27 Jahren einfach zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Genau das muss sich ändern, sonst greifen diese helfende Hände zu wenige Betroffene. Mit einem Straßenfest will sich die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle der Paritas am 1. Mai öffnen. Vor und in der Weststraße 37 ist von 11 bis 16 Uhr richtig viel los.

Den ersten Schritt erleichtern

Leiterin Daniela Wächter weiß, dass viele Menschen vor dem ersten Schritt große Angst haben. Dabei tut der gar nicht weh. "Wir wollen den Platz vor unserem Domizil nutzen, um die Schwelle zu unserer Einrichtung zu überwinden." Im Sozialraum sichtbar werden und die Tagesstätte ohne Barrieren auf der Straße vorstellen, das wollen die Mitarbeiter.

"Ebenso möchten wir den Fragen der Aktionsteilnehmer offen gegenüber stehen", betont Daniela Wächter. Es gilt auch, Vorurteile und Stigmata gegenüber Menschen mit seelischen Behinderungen abzubauen.

Das Programm zum Straßenfest

Neben einem Infostand, Portraitmalerei, Verkaufsständen und fachkundigen Führungen sorgt dann ab 13 Uhr die Liveband "Grandmothers Finest" für angenehme Unterhaltung. Es gibt Kaffee, Kuchen, Gegrilltes und für die Kleinen sogar Kinderschminken, Hüpfburg und Bastelangebote. Internetinfo zum Verein: www.paritas-plauen.de.