„Wenn nicht jetzt, wann dann“: Vogtländer erzählt von seinem Weg nach Sri Lanka

Unterwegs fernab von klassischen touristischen Sehenswürdigkeiten

Neuensalz

Am 7. Februar findet ein besonderer Reisevortrag statt: Ullrich Franke berichtet von seiner Reise nach Sri Lanka und nicht von klassischen Sehenswürdigkeiten oder Hotelanlagen, sondern von Begegnungen, Erlebnissen und Eindrücken.

Die Suche nach etwas Neuem

Der heute 63-Jährige lebt seit 1983 in Plauen. Bis 2009 betrieb er eine Galerie am Plauener Altmarkt. Als er diese aufgeben musste, begann für ihn eine Phase der Neuorientierung. „Da ich nicht irgendeine Arbeit anfangen wollte, musste ich auf dem Jakobsweg Klarheit im Kopf finden.“ Er machte sich auf den Weg und lief zunächst von Plauen nach Stuttgart und kurz darauf weiter auf dem Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela.

Neue Entscheidung

Kurz vor dem Ziel, im spanischen León, fiel eine wegweisende Entscheidung: Mit 47 Jahren begann er ein Studium der Physiotherapie. Drei Jahre später, mit 50, hielt er sein Examenszeugnis in den Händen. Doch damit war seine Suche nach Wissen noch nicht beendet.

„Wenn nicht jetzt, wann dann“

Etwa ein halbes Jahr vor der Prüfung lernte er einen Singhalesen kennen. Gespräche über ayurvedische Heilmethoden weckten den Wunsch, tiefer einzutauchen. „Wenn nicht jetzt, wann dann“, dachte er sich und reiste nach Sri Lanka, um dort weiter zulernen. Leben konnte er dort bei dem Bruder seines Bekannten.

Reise nach Sri Lanka

Von Mai bis Juli 2013 verbrachte er drei intensive Monate in Induruwa, nahe Beruwala und Bentota – Gegenden, die bei deutschen Touristen beliebt sind. Sein Fokus lag jedoch auf dem Alltag der Menschen, auf dem Leben und Arbeiten in der Arztpraxis und auf dem echten Austausch. Was er dort lernte, so sagt er selbst, hätte er in Deutschland nie lernen können.

Einblicke in das tägliche Leben der Menschen

Der Vortrag zeigt eindrucksvolle Landschaften, Einblicke in das tägliche Leben der Menschen und auch Momente, die nachdenklich machen. Besonders allein unterwegs und mit eher holprigem Schulenglisch aus DDR-Zeiten war die Reise für ihn eine Herausforderung, aber zugleich auch eine Bereicherung.

Seine Sichtweise aufs Thema Reisen

Sein zentrales Anliegen: Reisen sollte bedeuten, offen und lernbereit zu sein, ohne die eigene Denkweise anderen aufzudrängen. Staunen statt Belehren, Zuhören statt Urteilen.

Veranstaltung in der Kapelle Neuensalz

Veranstaltet wird der Abend vom Verein Kapelle Neuensalz e. V.. Für das leibliche Wohl ist gesorgt: An der kleinen Bar gibt es Getränke von Wasser über Bier bis Wein, dazu rustikale Speisen wie Speckbrot, Knacker, Nüsse und Salzstangen. Eintrittskarten kosten 13 Euro im Vorverkauf, 15 Euro an der Abendkasse. Beginn ist um 18 Uhr. Hier gehts zur Internetseite.

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