• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Wer wird künftig der Chef?

Nachfolgersuche IHK warnt: Es geht um 650 Firmen und Tausende Arbeitsplätze

In mindestens 650 vogtländischen Firmen kommt der Chef jetzt dem Rentenalter nahe. In der IHK beobachtet man die Situation seit zwei Jahren mit Sorge. Am Montag meldete sich Referatsleiterin Sina Krieger nun zu diesem Thema erstmals gut gelaunt: "Im vergangenen Jahr sind etwa 200 Unternehmer auf uns zugekommen. Sie wollen ihre Nachfolge jetzt regeln." Das Problem des Mittelstands: Der Chef arbeitet so lange, bis er umfällt. Genau dann aber weiß niemand, was zu tun ist. Oft ist nicht einmal klar, wer den "Alten" als Geschäftsführer ersetzt. Das anschließende Szenario erklärt IHK-Justitiarin Karla Bauer: "Wenn nichts geregelt ist, bleibt am Ende der Kettenreaktion mitunter nur die Insolvenz des Unternehmens. Das ist unnötig." Von daher hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Plauen eine Art Vorreiterrolle übernommen.

Gegründet worden ist bereits ein IHK-Nachfolgeklub. Es gibt eine ständig wachsende Datenbank, in der willige Unternehmer mit ihren Firmen registriert werden. Und am 20. März gibt es in der Regionalkammer in Plauen den 2. Vogtländischen Nachfolgetag. Sina Krieger ergänzt: "Wir sind auch bestrebt, junge Vogtländer zu ermutigen, eine Firma zu übernehmen. Inzwischen gibt es zudem akademisch gebildete Abwanderer, die wieder zurück in ihre Heimat wollen." Der Nachfolge-Pool für scheidende und nachfolgende Firmen-Chefs soll auf lange Sicht Tausende Arbeitsplätze sichern. Weitere Informationen gibt es in der IHK in Plauen (03741-2143210). Lesen Sie dazu auch "Angemerkt". kare