Wer wird Lebensretter? Hilfe für den kleinen Karl

Krankheit Heimatförderverein in Oelsnitz hilft Osteopetrose-Patient

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Zusammen für Oelsnitz (im Bild von links): Eckhardt Scharf (JMG-Förderkreis), Björn Fläschendräger (Heimatförderverein) und Dietmar Koczy (Gewerbeverband). Foto: Karsten Repert

Oelsnitz. Junge Leute engagieren sich im Heimatförderverein. Sie helfen den Alten und Kranken, engagieren sich sozial. In Oelsnitz ist das derzeit zu beobachten. Und in dieser Woche starten die "Sperken" zum ersten Mal ein richtiges Großprojekt. "Wir wollen nicht nur als Verein versuchen, dem kleinen Karl aus Werda zu helfen. Wir wollen, dass ganz Oelsnitz hilft", sagt der Heimatförderverein.

Karl ist ein kleiner Junge, der wegen einer infantilen Osteopetrose um sein Leben kämpft. Das ganze Vogtland hofft, dass Karl bis zu seinem ersten Geburtstag einen Stammzellenspender findet. Nur durch eine Transplantation von Blutstammzellen lässt sich die seltene Knochenstoffwechselkrankheit besiegen.

Zu wenige Typisierungen und die Zeit drängt

Doch genau da ist der Haken: Es gibt noch viel zu viele Vogtländer, die sich eben nicht in der bundesweiten Onlinedatenbank der Deutschen Knochenmarkspender-Datei haben typisieren lassen. Aber viele würden das gern machen. Und jetzt drängt die Zeit.

"Wir wollen am kommenden Samstag auf dem Oelsnitzer Marktplatz eine zentrale Typisierung organisieren. Von 10 bis 15 Uhr kann sich jeder potenzielle Stammzellenspender typisieren lassen", hofft Vereins-Chef Björn Fläschendräger auf großen Zulauf. Auch aus dem Umland! Ein Zelt wird aufgebaut und die Marktapotheke übernimmt die technische Umsetzung.

Künftig wird der Heimatförderverein auch mit dem Gewerbeverband Oelsnitz und dem Freundes- und Förderkreis des Julius-Mosen-Gymnasiums (JMG) kooperieren. Entsprechende Papiere sind unterzeichnet.