Werden Sie zum Lebensretter

Knochenmarkspende Nächste Typisierung am Dienstag in der Ideal Immobilien GmbH

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Steffi Dagga wird nicht müde. Die Plauenerin sucht im Kampf gegen den Blutkrebs potentielle Knochenmarkspender. Foto: Karsten Repert

Plauen. Den Blutkrebs kann man nur gemeinsam besiegen. Doch es sind noch zu wenige, die sich für die Datenbank haben typisieren lassen. In Sachsen sind es 100.332 registrierte potentielle Knochenmarkspender. Zum Vergleich: Im Freistaat leben über vier Millionen Menschen. Und mit jedem Menschen im Alter von 17 bis 55 Jahren, der in der Datenbank seine Stammzellendaten registrieren lässt, steigen für todkranke Menschen die Überlebenschancen.

Steffi Dagga sucht deshalb am Dienstag wieder Lebensretter. Die Unternehmerin macht sich stark für den Verein für Knochenmark- und Stammzellenspenden e.V., dieser sitzt in Dresden und findet immer nur dann Beachtung, wenn einem Kind dringend geholfen werden muss. "Es muss einfach viel mehr getan werden für die Spender-Datei", findet Steffi Dagga. Zusammen mit dem BLICK startete die Plauenerin Ende letzten Jahres eine Initiative, die jetzt erste, kleine Erfolge vorweisen kann. "Wir werden bald 100 Vogtländer selbst typisiert haben", verrät Steffi Dagga. Hinzu kommen über 3.000 Euro, die inzwischen im Spendentopf gelandet sind.

Blutkrebs gemeinsam besiegen!

Unter dem Motto "Blutkrebs gemeinsam besiegen" führt Steffi Dagga am 30. Januar von 16 bis 19 Uhr in der Ideal Immobilien GmbH die nächste Typisierung durch. In der Geschäftsstellen-Villa des Unternehmens in der Mommsenstraße 9 (Info-Telefon 03741/70500) müssen die Vogtländer dann lediglich eine Speichelprobe abgeben. Das Ganze geht schnell, dauert keine Viertelstunde. Und dann kann man wie Erik Staschinski zum Lebensretter werden. Der Plauener spendete am 17. Oktober 2017 sein Knochenmark.

Erik Staschinski rettete ein sechsjähriges Kind

Er rettete einem sechsjährigen Kindergartenkind durch seine Knochenmarkspende das Leben. "Würden mehr Menschen zur Typisierung gehen, wäre die Trefferquote viel höher", sagen die Ärzte. Das heißt im Umkehrschluss: Es sterben in einem reichen Land wie Deutschland Menschen an Blutkrebs, obwohl es vielleicht jemanden gibt, der diesem Patienten mit seinem Knochenmark hätte helfen können. In der Bundesrepublik sind 7,5 Millionen Menschen typisiert.