Wie die Stadt vom Wald profitiert

Infos Revierleiterin gibt Ausblick auf das Betriebsjahr 2016

Die Stadt Pausa-Mühltroff besitzt 47,1 Hektar Wald. Revierleiterin Emilie Merkel gab jetzt einen positiven Ausblick auf das Betriebsjahr 2016 und die nächsten zehn Jahre.

Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2016, der vom Stadtrat beschlossen wurde, sieht nach Abzug aller Kosten einen Erlös von 7000 bis 8000 Euro aus dem Stadtwald vor. Das Hauptgebiet des städtischen Waldes befindet sich Am Butterberg, so die Revierleiterin. Bei dieser Waldfläche wird ein Augenmerk auf den Erholungswert gesetzt. Über weitere Waldfläche verfügt die Stadt beispielsweise in Ebersgrün und Richtung Unterpirk sowie in Unterreichenau nahe des Steinbruches. In Thierbach gibt es zudem eine Erstaufforstungsfläche mit gemischtem Bestand. Das Waldstück "Alter Park" in Mühltroff hat einen hohen Erholungswert, verfügt auch über Biotope. 42 Prozent der kommunalen Waldflächen sind Fichtenwälder, erklärt Emilie Merkel. Weiterhin gebe es unter anderem Stieleiche, Bergahorn und Kiefer. "Die Bestände sind stabil, es gibt keine Monokultur. Die Basis ist recht gut."

Jungwuchspflege, Durchforstung, Erntenutzung und Waldverjüngung sind die für die nächsten zehn Jahre geplanten forstlichen Maßnahmen. Zur Jungwuchspflege gehört, dass qualitativ schlechte Jungbäume oder die, die zu eng gewachsen sind, entfernt werden, um Wuchsraum zu schaffen. "Das ist kostenintensiv", so Merkel, sei aber auch nur auf 1,7 Hektar Fläche notwendig. Beim Durchforsten danach werden Zukunftsbäume favorisiert und beschädigte Bäume entfernt, das betreffe knapp 30 Hektar. Mit Erntenutzung kann man in den nächsten zehn Jahren auf 4,2 Hektar Waldfläche rechnen. Dabei kommt man auf 2300 bis 2400 Erntefestmeter (Kubikmeter) Holz, so Merkel. Durch Neuanpflanzungen - einiges wurde schon realisiert - und natürlich gewachsene Jungbäume wird eine Waldverjüngung erreicht. "Auf 1,8 Hektar sollen standortgerechte Bäume eingebracht werden, der Mischwald wird dabei gefördert", so die Revierleiterin. So wirke man auch einer Monokultur entgegen. Auf etwa einem Hektar sei mit natürlicher Waldverjüngung zu rechnen. "Wir werden jedes Jahr ein positives Betriebsergebnis haben, wenn die Holzpreise so bleiben", so die Revierleiterin. Abrechnen müsse man bei der Gewinnermittlung die Kosten für die Wegepflege und Wegeinstandsetzung, um überhaupt in den Wald zu kommen, sowie die Verkehrssicherung. Erhalten werden sollen die Biotope und der Erholungswert der Wälder.