Wie geht's weiter in Zeiten der Corona-Pandemie?

Ausbildungszuschuss IHK bietet den Unternehmen Hilfestellung an

Region. 

Region. Auch wenn sich eine Analyse zum Ausbildungsjahr im Monat April eigentlich noch nicht lohnt, blicken alle Interessierten gespannt auf die Zahlen und die Entwicklung am Ausbildungsmarkt. "Vor allem wegen der Corona-Pandemie", bestätigt IHK-Pressesprecherin Doreen Zemanik. Denn viele Unternehmen stehen - selbst "in normalen Zeiten" - zu diesem Zeitpunkt noch mitten im Auswahlverfahren und sie haben somit noch keine Ausbildungsverträge zur Eintragung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) eingereicht.

Erhalt von bestehenden Verträgen im Fokus

Siegmar Degenkolb ist seit Ewigkeiten der Referatsleiter Bildung der IHK Regionalkammer in Plauen: "Natürlich spiegeln die aktuellen Zahlen eine Differenz zum Vorjahr wieder." Um 7 Prozent sei die Zahl gesunken. Doch der verordnete Stillstand in mehreren Branchen wie Handel und Gastronomie sowie die Einschränkungen im Dienstleistungssektor oder der Industrie beeinflussen selbstverständlich die Ausbildung in den Unternehmen. Siegmar Degenkolb betont: "Wenn es um das Thema Ausbildung ging, so stand in den letzten Wochen ganz klar der Erhalt der bestehenden Ausbildungsverträge im Fokus der Unternehmensanfragen". Beispielsweise ging es um folgende Fragen: Wie regelt sich die Kurzarbeit bei Azubis? Was bedeutet der Unterrichtsausfall? Welche Unterstützungsmöglichkeiten bietet Sachsen?

Keine Möglichkeit für Gespräche oder Auswahlverfahren

Sina Krieger, die Geschäftsführerin der IHK Regionalkammer Plauen, stellt fest: "Hierbei erhielten wir von allen Unternehmen die klare Botschaft: Sie möchten ihre Auszubildenden unbedingt behalten. Darüber sind wir sehr stolz und wollen an alle Unternehmen einen großen Dank richten!" Bei der IHK sind die Entscheidungsträger um Präsident und Unternehmer Hagen Sczepanski überzeugt, dass sich dieses Engagement zum Erhalt der bestehenden Ausbildungsverträge auch zeitnah auf die Ausbildungszahlen für 2020 übertragen wird. Das Problem: Die Unternehmen konnten in den letzten Wochen ihren gewohnten Bewerbungsprozessen nicht nachgehen. Gespräche und Auswahlverfahren waren nicht möglich.

Hilfe durch den Ausbildungszuschuss

Sina Krieger hat Verständnis: "Wir wissen alle nicht, wie lange wir mit Einschränkungen durch Corona leben müssen. Demgegenüber wissen wir aber, dass eine berufliche Erstausbildung zwei bis dreieinhalb Jahre dauert." Deshalb auch ihr Aufruf an die Unternehmen: "Die Pandemie wird irgendwann Geschichte sein, das Thema Fachkräfte wird uns aber auch danach weiter begleiten. Lassen Sie deshalb in Ihrer Bereitschaft zur Ausbildung nicht nach und nutzten Sie die sächsische Hilfe in Form des Ausbildungszuschusses, der noch bis 30. Juni beantragt werden kann." IHK-Ansprechpartner im Fachbereich ist Siegmar Degenkolb, E-Mail: siegmar.degenkolb@chemnitz.ihk.de, Telefon: 03741-2143400.