Wie werden wir uns künftig fortbewegen?

Umweltschutz Zum Tag der Elektromobilität gab es viele Antworten

Plauen. 

Plauen. Die Zukunft wartet nicht! Endlich ist Bewegung rein gekommen. Der Umweltschutz macht jetzt einem Auslaufmodell Beine. Dass der Verbrennungsmotor keine ewige Zukunft hat, das ist auch den Vogtländern inzwischen klar geworden. Wie es jedoch künftig in der Fahrzeugbranche weitergeht, darüber streiten die Gelehrten. Und das ist gut so. Denn nur durch den Wettbewerb der Ingenieure und Wissenschaftler in Verbindung mit dem Druck der Ökonomen wird sich letztlich eine für den Ottonormalverbraucher bezahlbare Lösung finden. "Auf jeden Fall können wir nicht so weitermachen wie bisher. Das machen uns jetzt unsere Kinder klar", spielt Geschäftsführer Peter Kober auf die wöchentlichen Freitagsdemonstrationen vor den Schulen an. Der Konflikt, in dem sich gegenwärtig die Verfechter von Elektroantrieb und Brennstoffzellen befinden, er wird vermutlich die beste Zukunftstechnologie hervorbringen.

 

Wie werden wir uns also künftig fortbewegen?

 

Wie werden wir uns also künftig fortbewegen? Um diese Frage ging es am Tag der Elektromobilität. Vor und im Einkaufszentrum Plauen-Park gab es jede Menge Innovationen zu sehen. Themen wie "Lohnt sich der Kauf von Elektrofahrzeugen?", Carsharing, Lademöglichkeiten und vieles mehr spielten eine wesentliche Rolle. Weil am Samstag quasi zeitgleich die 7. Elektromobil-Rallye (eMot) und der 3. Plauener Auto-Frühling vom Vogtland-Radio direkt nebeneinander stattfanden, konnte man den Wettbewerb der Industrie direkt verfolgen. Zu den "Rennern" gehörte die Hybrid-Technik von Toyota, die Uwe Geipel vom gleichnamigen Autohaus präsentierte. Mit der zurückhaltenden japanischen Bescheidenheit führen die Asiaten derzeit scheinbar die Tabelle an. Die Kombination aus Verbrennungsmotor und Elektromotor hat viele Freunde gefunden.

 

eMot-Rallye meldet mit 62 Elektrofahrzeugen Teilnehmerrekord

 

Gleichzeitig meldete die eMot-Rallye mit 62 Elektrofahrzeugen (davon sieben Zweiräder) und mehr als 120 Teilnehmern einen neuen Rekord. Die fünf vogtländischen Elektromobil-Pioniere waren sehr zufrieden. Denn Ralf Sehling und die Ehepaare Andrea und Frank Müller sowie Tobias Herold und Mandy Herold-Scholz durften im Tross auf alle gängigen Marken zählen. Markus Sommerer aus Nürnberg war mit seinem Tesla Model S 90D angereist. Das Stromauto wurde 2015 zugelassen und es hat neu stolze 115.000 Euro gekostet. "Eine Motorhaube hat dieses Fahrzeug nicht. Stattdessen überrascht das Auto vorne mit einem zusätzlichen Kofferraum und hinten sitzen im Kofferaum meine beiden Kinder, sodass dieses Fahrzeug fünf Erwachsene und zwei Kinder befördern kann", erklärte der Franke den vielen Schaulustigen und er beantwortete die Frage nach der Reichweite mit 350 Kilometern.

 

Welche Technologie macht das Rennen?

Im Plauen-Park wurden verschiedene Informationsmöglichkeiten durch regionale Energieversorger, Handwerkskammer, Verbraucherzentrale sowie eine Auswahl von Elektrofahrzeugen vom E-Bike über Elektromotorräder bis zu Autos vorgestellt. Was auffällt in der allgemeinen Debatte: Die große Masse der Bevölkerung tappt derzeit noch weitgehend im Dunkeln, was aufgrund widersprüchlicher Informationen nicht verwunderlich ist. In der Erdgeschichte ist es quasi nur ein Wimpernschlag, den der Mensch bisher an Zeit investiert hat. Eine ähnliche Situation gab es vor etwa 15 Jahren in der Fernseher-Branche. Als die gute alte Bildröhre ausgedient hatte, wusste keiner ob sich nun der Plasma-TV oder die LED-Technik durchsetzen würde. Beides stand im Laden. Beides wurde verkauft. Und so hatte dieser Tag der Elektromobilität vor allem den Auftrag, die Technologien zu erklären. (kare)