Windkraftgegner verlangen Planungsstop

Engagement Mit angesägtem Ast im Landtag

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Symbolisch für den Ast, auf dem wir alle sitzen: Karin Hohl mit dem angesägten Ast. Foto: Simone Zeh

Region. Sägen wir den Ast, auf dem wir alle sitzen selbst ab? Um dies zu verdeutlichen, hatte Naturschützerin Karin Hohl einen angesägten Ast mit nach Dresden genommen. Ziel der vogtländischen Delegation der Bürgerplattform "Pro-Vogtlandschaft" vorigen Donnerstag war der sächsische Landtag. Mit im Gepäck hatten die Vogtländer die länderübergreifend gesammelten Petitionslisten mit 1600 den Unterschriften gegen die Errichtung von Windkraftparks.

"Wir haben viel mehr Zeit bekommen als die uns zugesagten 20 Minuten", freute sich Karin Hohl. "Uns wurde auch gesagt, dass auf diese Art, mit unserer Argumentationskette, bisher noch keiner die Problematik erläutert hatte." Beachtung erlangte Karin Hohl beim Landtagspräsidenten Matthias Rößler und den Vertretern des Petitionsausschusses auch durch ihren Ast. Nebst Verbandszeug und eine Säge. Die Botschaft dahinter erklärte Karin Hohl: In welche Richtung geht es mit dem angesägten Ast? Wird er repariert, erhält er eine Mullbinde oder wird er etwa ganz durchgesägt? Wird die Natur, die des Menschen Lebensgrundlage ist, erhalten, oder macht der Mensch sie weiter kaputt und nimmt sich selbst die Lebensgrundlage?

"Wir möchten zum Nachdenken anregen und verlangen ein Stopp bei der Planung der Windkraftparks im Dreiländereck "Thüringisches-Sächsisches-Bayerisches Vogtland". Wichtig sei, inne zuhalten und neue Gedanken zuzulassen und Alternativen aufzuzeigen. Die Aktiven der Bürgerplattform wollen weiterhin Unterschriften sammeln.