Winter macht Pausaer Baustelle zu schaffen

Wirtschaft Wenige Handwerksfirmen beteiligen sich an Ausschreibungen

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Projektleiter Peter Hahn mit Schulleiter Jürgen Kolbe (li.) auf der Baustelle. Rechts steht die Schule. Foto: Simone Zeh

Pausa. "Es ist die siebte Baustelleneinstellung", informierte Projektleiter Peter Hahn zur jüngsten Stadtratssitzung über den Stand der Bauarbeiten zur neu entstehenden Zweifelder-Turnhalle in Pausa. Grund ist die Witterung, ob Frost oder Sturm. Aber das sei normal für die Jahreszeit.

Baubeginn war später als geplant

"In meinen Augen ist das nicht wirtschaftlich. Die Baufirma ist regelmäßig vor Ort. Natürlich kann nicht so effektiv gearbeitet werden, wie es normal wäre", so Hahn. Seiner Meinung nach sollte man, so lange noch kein Dach aufgesetzt ist, den Baubetrieb vorerst ganz schließen.

Vorgesehen war voriges Jahr, dass das Dach im Dezember auf die Halle kommt. "Es war ein eng gestrickter Bauplan, und der Baubeginn war später als geplant", nennt Peter Hahn die Gründe, warum dies nicht klappte. Wobei die Planer von eher milden Temperaturen ausgegangen waren. "Die Betonelemente für den Turnhallenkörper sind da. Die Dachkonstruktion ist angeliefert worden, aber das Wetter lässt es nicht zu, dass das Dach drauf kommt", beschriebt Peter Hahn die Situation vor Ort.

Weitere Aufträge im März

Auch die Betonelemente können nicht gestellt werden. Parallel dazu laufen Ausschreibungen von Bauaufträgen an Firmen. Über die Vergabe der Dachdecker- und Dachklempnerarbeiten sowie über Vergabe von Metallbauarbeiten hinsichtlich Türen und Fenster entschied der Stadtrat Pausa-Mühltroff zur Stadtratssitzung. Die Arbeiten am Dach wird eine Zeulenrodaer Firmen verrichten.

Ihr Angebot lag bei 290.076 Euro brutto. "Der zweite Bieter hatte 27 Prozent mehr veranschlagt. 369.295 Euro", nannte Peter Hahn die Zahl. Für die Metallarbeiten (Fester und Türen) hatte lediglich eine Firma ihr Angebot unterbreitet. Die Chemnitzer Firma hatte 131.605 Euro veranschlagt. Einstimmig gaben die Stadträte grünes Licht. Im März werden weitere neun Bauaufträge vergeben.

"Vorausgesetzt , wir erhalten entsprechende Angebote", so Hahn. Bei den Dacharbeiten waren nur zwei, bei den Metallarbeiten gerade mal ein Angebot gekommen. Dabei seien heimische Firmen sogar von der Kommune angesprochen worden, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. "Die Firmen haben genug Aufträge. Das geht über alle Gewerke", so Hahn.