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Winterdienst: Die Vorbereitungen laufen

Verkehr Landrat klagt über immer weniger geeignete Fuhrunternehmen

Falkenstein. 

Falkenstein. In den vier vogtländischen Straßenmeistereien laufen aktuell die Vorbereitungen für den Winterdienst. Der Falkensteiner Meisterei-Chef Thomas Wagner (l.) überprüft gemeinsam mit Schichtleiter Jürgen Roland die Einsatzbereitschaft der Technik. Laut Dietmar Rentzsch vom Amt für Straßenunterhaltung sind die Lager für Auftausalz bestens gefüllt. Die Gesamtkapazität betrage rund 8700 Tonnen. An besonders gefährdeten Abschnitten stellen die Mitarbeiter der Meistereien vogtlandweit über 20 Kilometer Schneezäune auf. Insgesamt betreut das Personal in der Region mehr als 1.100 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen. Alle Einsatztouren werden über GPS erfasst und können später lückenlos nachgewiesen werden. Jeder Meisterei stehen acht Fahrzeuge zur Verfügung.

Landrat informiert sich über die Situation

Am Dienstag machten sich Landrat Rolf Keil (CDU) und der Amtsleiter für Straßenunterhaltung Dietmar Rentzsch ein Bild vom Stand der Vorbereitungen in der Straßenmeisterei Falkenstein. Vor Ort informierten sie darüber, dass in neue Fahrzeug- und Gerätetechnik investiert wurde. Die Rede war von mehr als 500.000 Euro. So wurde für die Falkensteiner Meisterei ein LKW beschafft. Ein neuer Mehrzweck-Geräteträger (Unimog) stehe für den Meisterei-Bereich Reichenbach zur Verfügung. In Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen seien in allen vier Straßenmeistereien - dazu gehören auch die Standorte in Adorf und Plauen - durchschnittlich fast 30 Mitarbeiter unterwegs. Die Einsatz-Zeiten liegen zwischen 3 und 22 Uhr. Beräumt werden zuerst die Bundesstraßen, gefolgt von den Staats- und Kreisstraßen.

Zusammenarbeit mit Fuhrunternehmen ist schwierig

Zunehmende Probleme bereitet die Bindung geeigneter Fuhrunternehmen, die zur Unterstützung eingekauft werden müssen, räumten die Verantwortlichen ein. Aufgrund der schwierigen Personallage könne der Mehrschichtbetrieb sowie Einsätze an Sonn- und Feiertagen oft nicht mehr abgesichert werden. Auf diese Zusammenarbeit sei man aber besonders angewiesen, weiß Keil. "Das ist oft eine Gratwanderung. Wir müssen sehen, dass wir den Spagat hinbekommen." Aufgrund der Situation sollen die Unternehmen künftig Informationen zu den erforderlichen Einsätzen zeitiger bekommen. Grundlage dafür ist die Auswertung der Prognosen vom Deutschen Wetterdienst. Die am höchsten gelegen Straßen im Vogtland befinden sich rund um Falkenstein. Um die Wetterlage besser einzuschätzen zu können, ist im Klingenthaler Ortsteil Mühlleithen eine Überwachungskamera installiert.



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