"Wir fordern einen Rettungsschirm"

Tourismus Vogtländische Reisebüros schließen sich deutschlandweitem Protest an

Lengenfeld. 

Lengenfeld. Wie die gesamte Wirtschaft leidet auch die Tourismusbranche unter der derzeitigen schwierigen Situation. Zum gemeinsamen Protest reisten vorige Woche deshalb auch ein Lengenfelder und ein Rodewischer Reisebüro zur Demonstration nach Chemnitz. Auf die prekäre Lage öffentlich hin zuweisen, das war das Anliegen der insgesamt 34 Reisebüros vor Ort. "Wir Reisebüros werden von der Politik völlig vergessen", sagt Sebastian Petzoldt von der Reiseoase in Lengenfeld. Es geht darum, dass die Tourismusbranche derzeit völlig am Boden liegt und auch keine Rettung in Sicht ist.

Sechs Monate umsonst gearbeitet

"Wir arbeiten jetzt nur an Rückabwicklungen von gebuchten Reisen." Die Reisebüros müssen sich um die gebuchten Reisen, die nicht stattfinden können, kümmern. Dabei drohen ihnen Provisionsrückzahlen für bereits gebuchte, aber dann abgesagte Reisen. "Wir arbeiten jetzt sozusagen umsonst und haben praktisch auch die letzten sechs Monate umsonst gearbeitet", so Sebastian Petzoldt. Und neue Reisebuchungen gibt es natürlich auch nicht, denn keiner weiß, wann wieder Urlaubsreisen möglich sind. "Von der Politik gibt es bisher keine klaren Aussagen", sagt der Lengenfelder. "Wir fordern einen Rettungsschirm für die Reisebüros."

Weitere Demo in Zwickau geplant

In rund 40 Städten wurde deshalb deutschlandweit demonstriert, ob in Dresden oder Berlin. Auch diese Woche gab es wieder Demonstrationen der Tourismusanbieter deutschlandweit. "Wir haben jetzt Zwickau im Visier, am 13. Mai wollen wir dort demonstrieren", sagt Sebastian Petzoldt.