Wirtschaft braucht Bürgerunterstützung

Hilferuf Im Vogtland müssen dringend neue Gewerbeflächen her

Plauen. 

Plauen. Im Vogtland müssen neue Gewerbeflächen für die Industrie her. Ansonsten wird die Region Probleme bekommen. Weil es kaum noch Autobahn-nahe-Flächen gibt, haben sich jetzt die Industrie und Handelskammer zusammen mit dem Vogtlandkreis und der Stadt Plauen zu Wort gemeldet. Denn die Wirtschaft geht immer häufiger als zweiter Sieger vom Platz, weil die Bürgerschaften vor Ort sich vehement gegen Ansiedlungen wehren. "Nicht vor meiner Tür", lautet quasi der Slogan, der Investoren auf der Suche nach freien, attraktiven Gewerbeflächen in andere Regionen weiterziehen lässt.

Werbung für mehr Akzeptanz

Laut aktuellem Gewerbeflächenreport sind nicht einmal mehr 15 Hektar frei, verteilt auf kleine Parzellen. "Jeden Monat erreichen uns über die Wirtschaftsförderung Sachsen bis zu drei Anfragen potenzieller Investoren. Oft können wir nichts anbieten oder nur eine baldige Erschließung ankündigen", stellte Marion Päßler, Leiterin des Amts für Wirtschaftsförderung im Vogtlandkreis klar. Zusammen mit IHK-Geschäftsführerin Sina Krieger und Plauens Wirtschaftsförderer Eckhard Sorger hatte man für mehr Akzeptanz bei den Bürgern geworben. Gerd Andreas ist bei der IHK Referent für Wirtschaftsförderung, Raumordnung und Umweltschutz. "Wir müssen Land gewinnen für die Wirtschaft."

Rahmenbedingungen müssen stimmen

Weil von der ersten Planung bis zum Spatenstich inzwischen 15 Jahre vergehen, bis alle Instanzen durchlaufen sind, drohen dem Vogtland Verluste. Vor allem gut bezahlte Arbeit wird sich nur vermehren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Mehr zum Thema nächste Woche im BLICK.