Wo bleibt die Anerkennung?

Feuerwehr Zu wenig Wertschätzung in Mühltroff

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Guido Roth, Wehrführer in Mühltroff. Foto: Simone Zeh

Mühltroff. Jeder Feuerwehrchef dankt mindestens einmal im Jahr, oft zur Jahreshauptversammlung, seinen Mitstreitern für die geleistete ehrenamtliche Arbeit. So auch in Mühltroff.

"Dieser Dank müsste eigentlich von allen Einwohnern unserer Stadt kommen, denn für sie leisten wir zum größten Teil unsere freiwillige Arbeit in der Feuerwehr", sagte Guido Roth, Wehrführer in Mühltroff. Leider zeige sich aber seit Jahren, dass das Ehrenamt Feuerwehr nicht mehr den Stellenwert in der Bevölkerung genieße, den es einmal hatte, ganz zu schweigen von einer aktiven Mitarbeit.

Woran liegt es?

"Liegt es daran, dass wir lange Zeit von größeren Schadensereignissen verschont geblieben sind? Oder ist es bequemer, über die Feuerwehr zu witzeln und darauf zu bauen, dass wir kommen, wenn es mal wieder brenzlig wird, anstatt selbst aktiv mitzuwirken?" Fragen, die den FFW-Chef beschäftigen.

"Froh können wir über ein unfallfreies Jahr sein, denn das war voriges Jahr nicht in allen Feuerwehren so." Geleistet wurden von den Mühltroffer 21 aktiven Floriansjüngern über 1000 Stunden - bei Einsätzen, Einsatzübungen, Ausbildung und sonstigen Aktivitäten.

Wichtige Ausbildungen stehen an

"Voriges Jahr fand auf Kreisebene erneut keine Ausbildung zum Thema Bahnunfälle statt", kritisierte Guido Roth. "Ein haltloser Zustand, wenn man bedenkt, dass eine stark befahrene und elektrifizierte Strecke durch unser Gemeindegebiet führt." Nichtsdestotrotz habe man erneut den Bedarf in den Landkreis gemeldet. Zudem sollen Kameraden ein Fahrsicherheitstraining sowie eine externe Ausbildung zum Thema Gasleitungen, Erdgasfahrzeugen und Bränden absolvieren.