Wo die Jugendfeuerwehr boomt

Nachwuchs In Oberpirk geht es feuerwehrmäßig mächtig rund

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Die Jugendfeuerwehr in Oberpirk wird betreut von Ingo Hering (links) und Jens Zöphel (hinten Mitte), rechts Wehrleiter Frank Hauenschild. Foto: Simone Zeh

Mehltheuer/OT Oberpirk. Bekanntlich haben viele Vereine Nachwuchssorgen. Nicht so die FFW in Oberpirk. Von 220 Einwohnern ist fast ein Viertel, sind 47 Oberpirker, in der Freiwilligen Feuerwehr. Auch die Jugendfeuerwehr mit derzeit 19 Mädchen und Jungen boomt.

Was ist das Geheimnis?

Feuerwehrarbeit hat in Oberpirk Tradition. "Wir wissen, dass wir nicht alle Kinder und Jugendlichen behalten können, damit sie später mal in die aktive Wehr wechseln", sagt Jens Hering, der die Jugendwehr betreut.

Aber Ziel sei es natürlich, die eigenen Reihen zu stärken. Seit vorigem Jahr sind zwei Kinder aus Unterpirk in der Jugend-FFW, weil sich die dortige Freiwillige Feuerwehr aufgelöst hatte. Zwei Mitglieder kommen aus Schneckengrün, weil die Großeltern hier wohnen. Die meisten sind aber auch Oberpirk.

"Da hat sich auch eine Eigendynamik entwickelt. Bei uns gibt es die Jugendfeuerwehr eben schon seit vielen Jahren", so Ingo Hering. Erst vor wenigen Jahren feierte man das 20. Jubiläum der Oberpirker Jugend-FFW.

Woher der Erfolg und der offenbar gute Ruf der Jugendfeuerwehr kommt?

"Wir versuchen, alles etwas locker und leger zu machen. Es geht um die Begeisterung. Mit 15 müssen sie nicht perfekt sein", so Ingo Hering. Dafür sei dann die Grundausbildung da. Einmal im Montag ist am Sonntagvormittag Ausbildung. Dazu kommen Unternehmungen wie etwa gemeinsames Zelten, ein kleines Fußballturnier oder als Weihnachtsfeier eine Fahrt zum Waikiki in Zeulenroda.

Auch die Eltern unterstützen die Jugendfeuerwehr

Wie etwa Yvonne Zöphel, Silke Hering und Nicole Wittig, die zum diesjährigen Fest erstmalig eine Tombola realisierten und vorher auf Sponsorensuche gegangen waren. "Der Erlös kommt der Jugendfeuerwehr zugute", sagt Nicole Wittig, die die Idee hatte.

Und was sagen die Kinder und Jugendlichen selbst, warum sie in der Jugendwehr mitmachen? "Es macht Spaß, und es gibt einen guten Zusammenhalt im Dorf", so Leonie Schmidt, 14 Jahre. Die gleichaltrige Vanessa Hering nickt und sagt: "Wir machen ja auch Erste Hilfe, das kann man später mal gebrauchen. Und Kevin Schmidt, 15 Jahre: "Ich will vielleicht mal in die Feuerwehr gehen." Der Jüngste ist Philipp Meinecke mit gerade mal sechs Jahren. Die Ältesten sind 17 Jahre.