Wohin zieht es unsere Jugend?

Fachkräfte Noch in diesem Jahr sollen neue Pläne konkret werden

Zur Chefsache gemacht hat Tassilo Lenk die Jugendproblematik. Auf seiner Agenda steht die "Gewinnung junger Menschen als Fachkräftenachwuchs für die Unternehmen und Handwerksbetriebe unserer Region" ganz oben. Eingeladen hatte der Landrat führende Vertreter der Handwerkskammer Chemnitz sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK) und des Arbeitsamtes. Nach dem jüngsten Arbeitstreffen stellte Lenk klar: "Die Unternehmen und Handwerksbetriebe unserer Region müssen in der mittelfristigen Personalentwicklung ihren künftigen Bedarf abbilden, um ganz konkrete Bewerbungen vorzubereiten und zu realisieren." Das ist nach seinen Worten nötig, "um mit optimierten Besetzungen Arbeitsmarktbewerbungen in anderen Teilen Deutschlands und Europas für das Vogtland zu erreichen", so der Landrat. Konkrete Konzeptionen für gemeinsame Projekte zur Gewinnung von Auszubildenden beziehungsweise Fachkräften sind demnach in Arbeit. Vorstellbar ist unter anderem die Zusammenarbeit mit dem polnischen Partnerlandkreis Kielce. Vorausschauend zu denken, ist dabei genauso unabdingbar wie das Ausschöpfen staatlicher Förderprogramme. Die Zeit drängt. Denn das Bundesarbeitsministerium für Arbeit und Soziales plant ab Januar 2013 ein Sonderprogramm, das jungen ausländischen Ausbildungsplatzsuchenden in Deutschland Unterstützung bieten soll. Bis zum Ende dieses Jahres soll das Ganze stehen. Die Devise der Region und der Handwerksbetriebe heißt: "Wir müssen jetzt handeln, um fit für die Zukunft zu sein", betont Landrat Lenk. Ungeachtet dieser Initiative betonten in den vergangenen Wochen jedoch sämtliche Experten gegenüber dem, dass dem Vogtland noch viel zu häufig einheimische Jugendliche den Rücken kehren. IHK-Geschäftsführer Michael Barth: "Die Jugend im Vogtland halten kannst du nur, wenn du ihr auch etwas zu bieten hast." Lesen Sie dazu "Angemerkt" auf Seite 1.