Wolf darf erstmals durchspielen

Fußball VFC-Trainer setzt auf Eigengewächs

Plauen. Der VFC Plauen erkämpfte beinahe schon sensationell ein 1:1-Unentschieden gegen RB Leipzig. Allein diese Tatsache nötigt schon Respekt ab, doch noch bemerkenswerter ist der Fakt, dass mit Bastian Wolf ein Vogtländer durchspielen durfte. "Ja, na klar. Das war das bislang bedeutendste Spiel meines Lebens", freute sich der 20-Jährige im Abpfiffjubel. Wo sich sonst fast ausschließlich "Zugereiste" in Beifall baden, durfte diesmal ein richtiges VFC-Eigengewächs mit den Fans feiern. Der Abwehrmann machte seine Sache gegen die Topstars Frahn und Rockenbach da Silva ausgezeichnet. "Basti weiß, dass er Defizite hat. Aber die kann er durch geschicktes Verhalten kompensieren", bewies VFC-Trainer Dirk Berger Mut. Dass sein Team trotz dieses Punktgewinns nach wie vor in einer Misere steckt, "das weiß ich selber. Das sieht man schon beim Blick auf die Tabelle", bleibt Berger mit seinem VFC Drittletzter. Vor lauter Freude sprangen 60 VFC-Fans über die Stadionmauer, um die Spieler zu umarmen. Weil diese Leidenschaft offenbar schon ewig nicht mehr gesehen wurde in der Sternquell-Arena. In der Fußball-Regionalliga tritt der VFC am Sonntag bei Energie Cottbus II an. Am 3. November kommt dann Zwickau.