Wolfgang Mattheuer und das Vogtland

Sonderschau Maler mit literarischer Ader

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Claudia Rodegast von der Mattheuer-Stiftung kommt mit Ausstellungsbesuchern ins Gespräch. Foto: Thomas Voigt

Plauen. Unter dem Titel "Wolfgang Mattheuer und das Vogtland" eröffnete am Samstag im Plauener Vogtlandmuseum eine Sonderausstellung. In diesem Jahr wäre der in Reichenbach geborene Maler, Grafiker und Bildhauer 90 Jahre alt geworden. Viele Kunstfreunde verbinden Mattheuer mit Werken, die für den sozialistischen Realismus stehen.

Bei einem Rundgang gibt es weit mehr zu entdecken. Zwischen den Arbeiten - darunter Skizzen, Druckgrafiken und Holzschnitte - können Gäste verschiede Texte des Künstlers lesen. Sie stehen gleichberechtigt neben den Bildern. Die literarische Ausdruckskraft des Multitalents war für viele Ausstellungsbesucher eine echte Überraschung. Der ehemalige Professor der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst muss ein guter Beobachter gewesen sein.

Verbindungen zwischen Heimat und der Kunst

Er beschrieb die Dinge in der Natur so präzise und lebendig, dass sie wie der Verlauf der Regenbogenfarben ineinandergreifen und beim Leser wunderschöne Bilder im Kopf entstehen lassen. Die vogtländische Landschaft scheint den bekannten Maler inspiriert zu haben. "Wir wollen die enge Verbindung zwischen Mattheuer und seiner Heimat zeigen", erklärte Museumsdirektor Martin Salesch.

Zu sehen sind Arbeiten, die von 1950 bis 2000 entstanden sind. Unter anderem auch das bekannte Original "Hinter den sieben Bergen." Die Sonderschau kann noch bis zum 31. Oktober besucht werden. Geöffnet ist das Museum an der Nobelstraße von Dienstag bis Sonntag jeweils zwischen 11 und 17 Uhr.