Womit unsere Urgroßeltern spielten

Schau Historisches Spielzeug von 1900 bis 1930 ausgestellt

Greiz. 

Greiz. Lieblingsspielzeuge erzählten zu allen Zeiten ihre eigene Geschichte, illustrieren Kulturgeschichte, Moden und Zeitgeist. Sie reflektieren die Historie, technische Entwicklungen und sich verändernde Lebenssituationen. Das Spielen diente schon immer zur Vorbereitung auf das Erwachsenendasein, welches sich in einem ständigen Wandel befindet. Womit unsere Urgroßeltern spielten, zeigen die Exponate in der Sonderausstellung im Museum im Unteren Schloss Greiz.

Eine große, vielfältige Auswahl an Exponaten aus dem Bestand der Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz begeistern vor allem kleine Leute. Bei den historischen Eisenbahnen spannt sich der Bogen von Lokomotiven mit Dampfmaschinenantrieb über schwungradbetriebene Lokomotiven bis hin zu elektrisch angetriebenen Spielzeuglokomotiven. "Die rasanten, technischen Entwicklungen und Neuerungen des 20. Jahrhunderts werden durch diese Modelle eindrucksvoll erlebbar", sagt Museumsdirektor Rainer Koch. Und ein Novum habe die Schau zu bieten.

"Die Spielzeuge aus der Zeit zwischen 1900 und 1930 werden nicht wie sonst üblich als thematischer Block präsentiert. Vielmehr sind sie als Zeitzeugen in die historisch eingerichteten Räume integriert und die, welche an den Ersten Weltkrieg erinnern, sind somit zeitweiliger Bestandteil derselben." Für die Besucher gleicht der Rundgang einer Entdeckungsreise. Rainer Koch ergänzt: "Gerade in unserer digitalen Zeit können Spielzeuge der Eltern, Großeltern und Urgroßeltern neu entdeckt werden. Die Ausstellung, die bis 17. Februar immer dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr geöffnet ist, möchte generationsübergreifend Erinnerungen wecken und zum gemeinsamen Spiel anregen.